Wildtiere
Bei Wildtierfund: Ruhe bewahren und aus Distanz beobachten

Wer ein vermeintlich hilfloses Wildtier entdeckt, sollte nicht vorschnell eingreifen. (Symbolbild) Foto: Jonas Walzberg/dpa/dpa-
Wer ein vermeintlich hilfloses Wildtier entdeckt, sollte nicht vorschnell eingreifen. (Symbolbild) Foto
© Jonas Walzberg/dpa/dpa-tmn
Im Rhein-Main-Gebiet gibt es jetzt eine neue Anlaufstelle für verletzte Wildtiere. Was bei einem Fund zu beachten ist – und wann Fachleute übernehmen sollten.

Mit den steigenden Temperaturen wird auch die heimische Tierwelt wieder aktiver – und damit nehmen Begegnungen mit Wildtieren zu. Wer ein junges Tier auf einer Wiese entdeckt oder einen Vogel am Boden sieht, sollte jedoch nicht vorschnell eingreifen, wie der Naturschutzbund (Nabu) Hessen rät.

Empfohlen wird, das Tier zunächst aus der Distanz zu beobachten und Ruhe zu bewahren. Hilfe sei nur nötig, wenn ein Tier offensichtlich verletzt oder eindeutig verwaist sei, so der Verband. Bestehe daran kein Zweifel, solle das Tier vorsichtig gesichert werden – möglichst mit Handschuhen oder einem Tuch. Anschließend gehöre es in einen Karton mit Luftlöchern, ausgepolstert mit einem glatten Tuch. 

Ist das Tier versorgt, sollte es rasch an eine Fachstelle übergeben werden, etwa an Wildtier-Auffangstationen. Im Rhein-Main-Gebiet gibt es dafür nun eine zusätzliche Anlaufstelle: In Neu-Isenburg (Landkreis Offenbach) wurde ein Wildtierhilfe-Zentrum eröffnet. Bei Wildunfällen gilt dagegen: nicht selbst handeln, sondern umgehend die Polizei informieren.

dpa