Kurz vor Ostern ist die Waldbrandgefahr im Nordosten trotz steigender Temperaturen gering. Allerdings könnte sich das Risiko am Ostermontag laut aktueller Prognose stellenweise erhöhen, wie die Meteorologin des Deutschen Wetterdienstes (DWD), Corina Schube, auf Nachfrage sagte.
Für Trollenhagen und Grambow-Schwennenz gelte dann laut Waldbrandgefahrenindex nach aktuellem Stand eine hohe Gefahr (Stufe 4 von 5), in Karlshagen, Anklam und Ueckermünde eine mittlere (Stufe 3). In den übrigen Regionen sei die Gefahr fast überall sehr gering (Stufe 1).
Grund für die höhere Gefahrenstufe sei das sonnige und trockene Wetter nach dem Wochenende, sagte Schube. Der Regen soll spürbar nachlassen, es soll wärmer werden. Zudem wehe in den kommenden Tagen ein mäßiger Westwind, der einen möglichen Waldbrand begünstigen könne. Allerdings könne sich die Prognose je nach Wetter auch noch ändern.
Für die Vorhersage wird neben Wetterdaten auch der Waldbestand einberechnet, sagt die Meteorologin. Nadelwälder seien deutlich gefährdeter als Laubwälder. Viele Laubbäume seien ohnehin noch blätterlos.
Wie wird ein möglicher Waldbrand erkannt?
"Mecklenburg-Vorpommern mit seiner Waldfläche von 558.000 Hektar gehört zu den waldbrandgefährdeten Gebieten in Deutschland", sagt Josefin Blumki von der Landesforstanstalt MV. Vor allem in den großflächigen Kiefernwäldern der Landkreise Mecklenburgische Seenplatte, Vorpommern-Greifswald und Ludwigslust-Parchim sei die Brandgefahr bei entsprechender Wetterlage hoch.
Die aktuelle Waldbrandgefahr werde täglich von den Forstämtern eingeschätzt. Zur Überwachung gebe es zudem ein halb automatisiertes Früherkennungssystem mit optischen Sensoren. "Das System erkennt automatisch Verdachtsfälle möglicher Waldbrände", sagt sie. Ein Verdacht werde zunächst der Waldbrandzentrale in Mirow (Mecklenburgische Seenplatte) gemeldet. Wenn er sich bestätige, werden laut Blumki die Leitstellen alarmiert.