Die neue Galerie der Romantik in Greifswald mit ihrem Fokus auf den weltberühmten Sohn der Stadt und Maler Caspar David Friedrich kommt nach Überzeugung des Pommerschen Landesmuseums gut an. "In den ersten Wochen einer Ausstellung zeigt sich, ob sie "funktioniert" und vom Publikum angenommen wird", sagte Direktorin Ruth Slenczka drei Monate nach Eröffnung der neuen Dauerausstellung. "Die Galerie der Romantik hat diesen Test bestanden" - so ihr Urteil.
Nach Angaben des Hauses haben seit Eröffnung der Galerie der Romantik, also seit 15. Dezember, mehr als 8.400 Menschen die Schau und die im Eintritt enthaltene bereits bestehende historische Dauerausstellung besucht.
Das ist den Angaben zufolge eine Steigerung im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, als es mehr als 6.600 waren. Dabei lief damals im Rahmen des großen Caspar-David-Friedrich-Jubiläumsjahres 2024 bis Anfang 2025 noch die Sonderausstellung "Caspar David Friedrich. Heimatstadt".
Von Mitte Dezember 2023 bis zum 12. März 2024 kamen den Angaben zufolge mehr als 5.400 Menschen in die Dauerausstellung des Museums. Bei den Angaben sind Veranstaltungen wie etwa Vorträge nicht mitgezählt.
Emotionale Schleuse als ein Highlight
Kulturstaatsminister Wolfram Weimer (parteilos) hatte die Galerie der Romantik zur Eröffnung einen "Kulturort von nationaler Strahlkraft" genannt. Der Zugang erfolgt durch eine aufwendige Multimediainstallation in einer Art Kapelle. Dort zeigen meterhohe Bildschirme zu erhabener Musik abstrahierte Wetterszenen über dem Meer, etwa einen rötlichen Sonnenaufgang oder grauen Nebel. Durch Spiegelung scheinen Besucher auf einer Art Steg über Wasser zu gehen, während die Installation auf sie reagiert und sich verändert.
Dieser Zugang soll wie in einer Art Schleuse die Besucher auf Friedrich (1774-1840) einstimmen. "Die Gäste lieben den Blick ins Unendliche, den das multimediale Kunstwerk in der Kapelle eröffnet", sagte Slenczka nun.
Wie in einer Art abgedunkelter Schatzkammer werden zudem Originale des Malers präsentiert. Biografisches wird beleuchtet ebenso wie seine Arbeitsweise. Einige Besucher bedauern laut Museum, dass nicht mehr Gemälde ausgestellt sind. Die meisten Besucherinnen und Besucher seien aber begeistert, hieß auch es mit Verweis auf entsprechende Einträge in das Besucherbuch.
Museum hofft auf 50.000 Besucher in diesem Jahr
Das Pommersche Landesmuseum hofft für das laufende Jahr auf etwa 50.000 Besucherinnen und Besucher. Das wäre eine Steigerung von 25 Prozent im Vergleich zur Zeit vor der Corona-Pandemie mit durchschnittlich rund 40.000 Besuchern pro Jahr.
2024 sei als Jubiläumsjahr anlässlich Friedrichs 250. Geburtstages ein Ausnahmejahr gewesen. "Unsere Erwartungen wurden mit rund 115.000 Besuchen übertroffen", hieß es vom Museum. Drei Sonderausstellungen mit hochkarätigen internationalen Leihgaben hätten viel dazu beigetragen, das Pommersche Landesmuseum bekannter zu machen.
Seit Anfang Januar und noch bis Ende März übernimmt die Sparkasse Vorpommern den Eintritt für alle Kinder, die mit ihrer Familie die Galerie der Romantik besuchen. Bisher haben laut Museum schon mehr als 380 Kinder das Angebot genutzt. Zuvor hatte die Sparkasse schon für die ersten 1.000 Gäste zwei Euro vom Ticketpreis übernommen. Dieses Kontingent sei binnen weniger als einer Woche ausgeschöpft gewesen.