Ein Sturmtief über der Ostsee bringt am Wochenende kalte polare Meeresluft nach Mecklenburg-Vorpommern. Unterstützt durch ein kleinräumiges Tief über Norddeutschland sorgt die Wetterlage für Schnee, Frost, Glätte und teils stürmischen Wind, teilte der Deutsche Wetterdienst (DWD) mit.
Vor allem der südwestliche Teil des Landes wird aktuell von Schneefällen erfasst. "Momentan ist der Schnee nur an den südwestlichen Teilen Mecklenburg-Vorpommerns zu sehen und liegen geblieben", sagte DWD-Meteorologe Leonard Benedikt. "Er zieht erst über den Abend von Schleswig-Holstein und Hamburg nach Mecklenburg-Vorpommern." Im äußersten Südwesten sind Schneemengen von zwei bis fünf Zentimetern möglich, im Nordosten bilden sich vereinzelt Graupel- und Schneeschauer mit bis zu zwei Zentimetern Neuschnee. Lokal sind auch Schneeverwehungen nicht ausgeschlossen.
Wintergewitter möglich
Wind und Gewitter bereiten zusätzliche Probleme: An der Ostsee treten einzelne Wind- und Sturmböen zwischen 60 und 70 Stundenkilometer auf. Ein geringes Risiko für kurze Wintergewitter mit stürmischen Böen besteht vor allem in Küstennähe.
Dauerfrost und Glätte sind verbreitet ein Thema. Die Höchstwerte liegen tagsüber meist knapp um den Gefrierpunkt, in den Nächten kann der Frost im Binnenland auf bis zu minus sieben Grad absinken, an der Küste auf minus vier Grad. Damit bleibt die Glättegefahr hoch – sowohl durch Schnee als auch überfrierende Nässe.
Solche Frostphasen heutzutage eher ungewöhnlich
Auch in den kommenden Tagen bleibt das Wetter winterlich: Am Sonntag ziehen weitere Schneeschauer über das Land, bei Höchstwerten zwischen minus zwei und null Grad. Am Montag wechseln Schneeschauer und Wolken einander ab, die Glättegefahr bleibt bestehen.
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Benedikt warnte die Bevölkerung: "Solche längeren Frostphasen sind inzwischen eher ungewöhnlich. Besonders ältere Menschen und Menschen mit Einschränkungen sollten vorsichtig sein. Auch jüngere Autofahrer sollten ihre Fahrten kritisch hinterfragen und prüfen, ob die Fahrt am Abend wirklich nötig ist."
Der DWD empfiehlt, die aktuelle Wetterlage regelmäßig zu verfolgen und das Verhalten den winterlichen Bedingungen anzupassen.