Volkswagen-Konzern
Cupra Raval gibt Startschuss für VWs E-Kleinwagen-Offensive

Neuling aus Spanien: Mit dem Raval enthüllt die VW-Tochter Cupra das erste Modell der neuen Elektro-Kleinwagenfamilie des Konzer
Neuling aus Spanien: Mit dem Raval enthüllt die VW-Tochter Cupra das erste Modell der neuen Elektro-Kleinwagenfamilie des Konzerns. Foto
© Sebastian Christoph Gollnow/dpa
VW startet die Elektro-Offensive: Vier neue Kleinwagen, gemeinsame Entwicklung und Fabriken in Spanien – mit dem Cupra Raval als Vorreiter.

Der VW-Konzern startet seine Elektro-Kleinwagen-Offensive: Mit dem Raval präsentierte die spanische VW-Tochter Cupra nun das erste von konzernweit vier elektrischen Einstiegsmodellen, die in diesem Jahr an den Start gehen sollen. Marktstart des sportlichen Elektro-Kleinwagens soll im Sommer sein, wie Cupra im Rahmen der Weltpremiere an mehreren Standorten ankündigte. Einstiegspreis für das Basismodell: 26.000 Euro.

Noch einmal 1.000 Euro günstiger soll der VW ID. Polo werden, der noch in diesem Jahr anlaufen soll. Die Preisliste startet knapp unter 25.000 Euro. Zwei weitere Modelle von VW und Skoda sollen folgen: die beiden kleinen SUVs VW ID.Cross und Skoda Epiq.

Start ins Elektro-Einstiegssegment

Mit den vier Kleinwagen von drei Marken will der Konzern das elektrische Einstiegssegment erschließen - unterhalb des bisher günstigsten E-Modells ID.3 für zuletzt knapp 30.000 Euro. Für den Start hatte VW der spanischen Konzernschwester den Vortritt gelassen. Denn gebaut werden alle vier Autos in Spanien, die Entwicklung lief unter Federführung von Cupra und dessen Schwestermarke Seat.

Den Cupra Raval wird es zum Start zunächst ausschließlich in drei "exklusiven Launch-Editions" geben - mit großer Batterie, mindestens 211 PS und bis zu 450 Kilometern Reichweite. Preis: mindestens 37.250 Euro, wie eine Sprecherin auf Nachfrage mitteilte. Mitte des Jahres soll auch die Einstiegsversion für rund 26.000 Euro folgen - mit kleinerem Akku und weniger PS. Bestellen können Kunden sie voraussichtlich ab ca. Juli, so die Sprecherin weiter.

Gemeinschaftsprojekt spart 650 Millionen Euro

Getarnt war der vier Meter lange Raval bereits im vergangenen September auf der Automesse IAA in München gezeigt worden, zusammen mit ebenfalls noch getarnten ID. Polo und den beiden SUV-Ablegern. Cupra-Chef Markus Haupt sprach damals von einem "Gamechanger", der mehr sei als nur ein Auto. Vor allem die enge Zusammenarbeit mit den Konzernschwestern bei dem Modell mache den Raval besonders, so Haupt.

Alle vier Fahrzeuge teilen sich dieselbe Plattform und werden an zwei Standorten in Spanien gebaut. Die gemeinsame Entwicklung bringt laut VW Einsparungen von 650 Millionen Euro. Angepeilte Stückzahl für die vier Modelle zusammen: mehrere Hunderttausend Autos pro Jahr. Dem E-Auto-Absatz des Konzerns soll das spürbar Schub geben. Im vergangenen Jahr hatte VW insgesamt 983.100 E-Autos aller Konzernmarken verkauft, davon knapp 80.000 Cupras.

Im kommenden Jahr soll dann ein noch günstigerer Kleinstwagen VW ID.Every1 folgen, der dann bereits ab rund 20.000 Euro zu haben sein soll. Gebaut wird der Nachfolger des früheren VW Up in Portugal. Ableger anderer Konzernmarken sind davon nicht geplant.

dpa

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