Vom Bauernhof zum Blaulicht-Einsatz: Eine Feuerwehr im Bergischen Land hat einen ehemaligen Milchlaster zu einem Tankwagen für ihre Einsätze umfunktioniert. Der Grund: Der Umbau spart viel Geld. Statt mehr als 500.000 Euro für ein neues Fahrzeug ausgeben zu müssen, habe die Anschaffung des ehemaligen Milchwagens samt Umbau rund 300.000 Euro gekostet, sagte Sascha Polke von der Feuerwehr in Nümbrecht der Deutschen Presse-Agentur. Zuvor hatte der WDR berichtet.
Es gebe zwar schon einige Beispiele für derartige Umbauten - insgesamt handle es sich aber doch noch um eine ungewöhnliche Maßnahme, sagte der stellvertretende Leiter der Feuerwehr. "Davon gibt es nicht viele in Deutschland."
Zweieinhalb Jahre vom Kauf zur Fertigstellung
Der Laster habe einst im Dienst eines ortsansässigen Milchsammelunternehmers gestanden. "Der ist von Bauernhof zu Bauernhof gefahren und hat die gemolkene Milch geholt", erklärte Polke. Irgendwann sei der Unternehmer dann auf die Feuerwehr zugegangen und habe gefragt, ob sie Interesse an dem Tanker habe. "Der Kauf war dann relativ spontan", berichtete Polke - und habe einige Arbeit nach sich gezogen. "Dann musste das ja alles ehrenamtlich geplant werden."
Vom Kauf bis zur Fertigstellung vergingen so rund zweieinhalb Jahre. Der Laster wurde - natürlich - rot gefärbt, bekam eine Blaulichtanlage und sehr viel Feuerwehrtechnik verpasst. Es seien "massive Umbauarbeiten" gewesen, sagte Polke. Nun ist allerdings alles fertig. Der neue Tankwagen kann rund 17.000 Liter Wasser transportieren.
Erinnert noch irgendetwas an sein Vorleben? "Wer Milchlaster kennt, wird ihn erkennen", sagte der stellvertretende Leiter der Feuerwehr.