In zahlreichen nordrhein-westfälischen Städten finden am Samstag Ostermärsche statt. Sie stehen vor allem unter dem Eindruck der Kriege in der Ukraine und in Nahost, wie das Netzwerk Friedenskooperative in Bonn erklärte.
Die Friedensbewegung fordert von der Bundesregierung diplomatische Initiativen zur Beendigung der Kriege, eine Stärkung des Völkerrechts und Einsatz für die Leidtragenden der Kriege.
Deutschland soll sich stärker in Friedensverhandlungen einbringen
Die größte Veranstaltung in NRW ist der am Samstag startende traditionelle dreitägige Ostermarsch Rhein-Ruhr von Duisburg nach Dortmund. Er steht unter dem Motto "Friedensfähig statt kriegstüchtig".
Mitorganisator Joachim Schramm kritisierte, die Bundesregierung lasse ein eindeutiges Bekenntnis zu Frieden und Völkerrecht vermissen. "Deutschland muss im Verhandlungsprozess im Ukrainekrieg eine konstruktive Rolle spielen, statt den Bedenkenträger zu geben."
Auch die Diskussion um die Wiedereinführung der Wehrpflicht wollen die Teilnehmer am Ostermarsch thematisieren. "Ein demokratischer Staat sollte seine jungen Menschen nicht zwingen, im Krieg andere Menschen zu töten", sagte Schramm.
Weitere Ostermärsche am Samstag sind unter anderem in Münster, Düren, Wuppertal, Bonn, Bielefeld, Düsseldorf und Köln geplant.