Kurioser Diebstahl Indigener Schädel an Kölner Uni wieder aufgetaucht

Der verschwundene Schädel aus Anatomie der Universität Köln ist wieder aufgetaucht (Symbolbild) Foto: Federico Gambarini/dpa
Der verschwundene Schädel aus Anatomie der Universität Köln ist wieder aufgetaucht (Symbolbild) Foto
© Federico Gambarini/dpa
Ende 2025 wurde ein menschlicher Schädel aus der Anatomie der Universität Köln entwendet. Nun ist er wieder aufgetaucht. Die Polizei sucht nach der Person, die ihn im Uni-Gebäude zurückgelassen hat.

Der im vergangenen Jahr aus einem Lagerraum der Universität Köln entwendete Schädel ist in der Nähe des ursprünglichen Tatorts wieder aufgetaucht. Wie die Polizei mitteilte, entdeckte eine Mitarbeiterin am Montagmorgen die Tüte eines Sportgeschäfts im Flur des Untergeschosses des Uni-Gebäudes. Darin befand sich der gestohlene Schädel.

Dieser stammt von einem indigenen Menschen aus Australien. Der Schädel sollte mit drei weiteren in einer feierlichen Zeremonie an Vertreter von Gemeinschaften australischer First Nations zurückgegeben werden. Bei der Vorbereitung der Übergabe im Dezember 2025 war der Diebstahl des einen Schädels bemerkt worden.

An der Uni läuft seit 2021 ein Projekt zur Provenienzforschung von sterblichen Überresten aus dem Bestand des Zentrums für Anatomie. Nach Angaben der Uni ist das Ziel, sie in ihre Herkunftsregionen zurückzuführen. Die drei Schädel sollen 1955 erworben worden sein, um die im Zweiten Weltkrieg zerstörte Sammlung wiederaufzubauen.

dpa