Langes Wochenende
Wie komme ich mit dem Auto am besten zu Pfingsten durch?

Auf dem Kölner Ring kann es wieder besonders voll werden. (Archivbild) Foto: Oliver Berg/dpa
Auf dem Kölner Ring kann es wieder besonders voll werden. (Archivbild) Foto
© Oliver Berg/dpa

Debattieren Sie mit!

  • Mit stern-Account aktiv an allen Debatten teilnehmen und kommentieren.
Jetzt registrieren
Langes Wochenende und schönes Wetter - das heißt für viele Familien: Ab in den Kurzurlaub! Was Autofahrer beachten sollten, um die eigenen Nerven zu schonen.

Der Pfingstreiseverkehr hat auf den Autobahnen in Nordrhein-Westfalen auch noch nach dem Feiertag Auswirkungen. Denn in NRW und weiteren Bundesländern ist der Dienstag (26. Mai) schulfrei. In einigen Bundesländern sind sogar Schulferien. Der ADAC geht deshalb davon aus, dass es am Dienstag fast den ganzen Tag lang voll auf den Autobahnen wird. 

Wann sollte ich mit dem Auto losfahren?

Wer unbedingt am Freitag (22. Mai) in den Kurzurlaub über Pfingsten starten will, sollte nach Möglichkeit schon am Morgen oder Vormittag losfahren: "Bis 12 Uhr kommt man relativ gut durch oder am Abend nach 18 Uhr", sagt ADAC-Sprecher Thomas Müther. Für einen Tagesausflug biete sich hingegen eher der Pfingstsonntag (24. Mai) an. Das könnte sich allerdings dann auch auf den Ausfallstraßen der Städte in die Naherholungsgebiete bemerkbar machen. 

Wann ist Stau vorprogrammiert?

Richtig voll wird aus auf den Autobahnen den Prognosen zufolge - wie eigentlich immer - am Freitagnachmittag. Laut ADAC kommen dann Berufsverkehr, Freizeitverkehr und zusätzlicher Reiseverkehr zusammen. Die Autobahn GmbH spricht vom ersten großen "Belastungstest", wenn an dem Nachmittag der Berufsverkehr auf die einsetzende Reisewelle trifft. 

Auch am Samstagvormittag (23. Mai) sieht der ADAC für die Zeit von 10 bis 15 Uhr noch ein erhöhtes Staupotenzial. Die Autobahn GmbH erwartet in ihrem bundesweiten Ausblick ebenfalls für Samstag ein hohes Verkehrsaufkommen. 

Am Pfingstmontag (25. Mai) wird eine Rückreisewelle erwartet. Der ADAC geht in NRW von einer moderat steigenden Staugefahr ab dem Mittag vor allem rund um Köln aus - also keine Dramatik wie ein Megastau des Jahres in NRW. Gute Nerven bräuchten Rückkehrer nach NRW aber teilweise auf den Autobahnen von Nord- und Ostsee wie A1, A2, A7 oder aus den Niederlanden wie A12/A3.

Welche Strecke sollte ich mit dem Auto meiden?

Der ADAC betrachtet in NRW die A1 (Köln - Dortmund - Bremen - Hamburg), die A2 (Oberhausen - Dortmund - Hannover) und die A3 (Köln - Oberhausen - Emmerich) als potenzielle Staustrecken am Freitag. Gerade auf dem Kölner Autobahnring, in den Bereichen Oberhausen/Duisburg (A3/A40, Kreuz Kaiserberg) und Bochum/Herne/Recklinghausen (A43) sowie am Kamener Kreuz (A1) und auf der Wuppertaler Stadtautobahn (A46) drohten Staus und stockender Verkehr. 

Bei Stau abfahren oder nicht?

Runter oder nicht? Diese Frage stellen sich immer wieder Autofahrer, wenn es auf der Autobahn stockt. Die Autobahn zu verlassen und über Landstraßen zu fahren, bringt laut ADAC nur selten einen Vorteil. Ausweichstrecken seien schnell verstopft und an Ampeln gebe es lange Staus. Navigationssysteme böten zwar Alternativrouten an. Der prognostizierte Zeitgewinn betrage aber meist nur wenige Minuten und die Lage auf der Alternativstrecke verschlechtere sich innerhalb kürzester Zeit.

dpa