In der Berliner Charité läuft die Betreuung des in der Nacht aufgenommenen US-Amerikaners mit einer Ebola-Infektion an. Die Ärztinnen, Ärzte und Pflegekräfte kümmerten sich jetzt um die medizinische Diagnostik und Versorgung, hieß es auf Anfrage in einer gemeinsamen Stellungnahme des Bundesgesundheitsministeriums und der Charité. "Zum jetzigen Zeitpunkt äußern wir uns nicht zum Gesundheitszustand des Patienten." Er befindet sich in der besonders geschützten Sonderisolierstation des Universitätsklinikums.
Der Amerikaner hatte sich in der Demokratischen Republik Kongo mit dem Ebola-Virus angesteckt. Er war nach einem Hilfeersuchen der USA an die Bundesregierung zur Behandlung nach Berlin ausgeflogen worden. Um kurz vor 3.00 Uhr am Mittwochmorgen erreichte dann ein speziell ausgestatteter Krankentransporter den Klinikbereich. Eskortiert wurde er von Motorrädern und Autos der Polizei sowie Fahrzeugen der Feuerwehr und Krankenwagen.
Sonderstation mit besonderem Schutz
Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) dankte allen Beteiligten für den Transport und die Versorgung in der Charité. "Dem Patienten wünsche ich alles erdenklich Gute für seine Gesundheit", sagte sie der Deutschen Presse-Agentur. Deutschland verfüge über ein leistungsfähiges Versorgungsnetzwerk, auch für Patienten mit hochinfektiösen Krankheiten. "Sie werden bestmöglich versorgt - und wir wahren dabei die höchsten Sicherheitsvorkehrungen."
Die Sonderisolierstation der Charité auf dem Campus Virchow-Klinikum ist eine geschlossene und geschützte Einheit getrennt vom regulären Klinikbetrieb, so dass kein Kontakt zu anderen Patientinnen und Patienten entstehen kann. Ebola ist eine ansteckende und lebensbedrohliche Krankheit. Das Virus wird durch Körperkontakt und Kontakt mit Körperflüssigkeiten übertragen.