Ex-Außenminister Joschka Fischer, Deutschlands bekanntester Philosoph Peter Sloterdijk und der einflussreiche bulgarische Politikwissenschaftler Ivan Krastev sind Gäste der diesjährigen Phil.Cologne in Köln. Das nach Angaben der Veranstalter größte Philosophie-Festival Deutschlands umfasst dieses Jahr 34 Veranstaltungen vom 6. bis zum 15. Juni.
Die Eröffnungsveranstaltung am 6. Juni bestreitet Ivan Krastev, Leiter des Centre for Liberal Strategies in Sofia. Seine These: Demokratie funktioniert nur, solange die Zukunft als offen und gestaltbar gilt, nicht als Bedrohung. Wo dieser Glaube schwindet, gerate die Demokratie in Gefahr.
Trump beschäftigt auch die Phil.Cologne
Der Historiker Götz Aly, ein führender Experte für Nationalsozialismus und Holocaust, diskutiert mit der US-Politologin Cathryn Clüwer Ashbrok über den autoritären Umbau der amerikanischen Demokratie unter Donald Trump. Beide sprechen über Voraussetzungen für den Aufstieg autoritärer Kräfte in Vergangenheit und Gegenwart.
Einer der gefragtesten Phil-Cologne-Gäste ist auch dieses Mal wieder dabei: Peter Sloterdijk analysiert Autokraten wie Xi Jinping und Donald Trump vor dem Hintergrund der klassischen Studie "Der Fürst" von Niccolo Machiavelli.
Ex-Außenminister Joschka Fischer wiederum macht sich Gedanken über Deutschlands neue Rolle in der veränderten Weltordnung. Der Politikwissenschaftler Jan-Werner Müller, Experte für Rechtspopulismus, stellt sein neues Buch "Straße, Platz, Palast" vor, in dem er die Geschichte von politischem Denken und Städtebau verknüpft.
Und dann ist da nicht zuletzt der Düsseldorfer Karnevalswagenbauer Jacques Tilly, der in Moskau in Abwesenheit für seine satirischen Darstellungen zu einer mehrjährigen Haftstrafe verurteilt worden ist. In Köln trifft er den Kabarettisten Jürgen Becker zu einem Gespräch über Humor als Waffe.