Das Land NRW hat einem privaten Investor das neue riesige Rechenzentrum der Finanzverwaltung in Kaarst abgekauft. Ein Grund ist laut Finanzministerium die "stark erhöhte Gefahr von Spionage und Hackerangriffen". Als eigene Immobilie hat das Land nun vollständige Kontrolle über Absicherungsmaßnahmen. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart.
Das Gebäudeensemble am Kaarster Kreuz ist 37.000 Quadratmeter groß. Ab diesem Jahr sollen dort 1000 Menschen arbeiten. Neben dem eigentlichen Rechenzentrum gibt es Büro- und Besprechungsräume, Lagerflächen, Werkstätten und eine Druckerei. Das Gebäude soll durch Geothermie, Solarzellen und die Abwärme aus dem Rechenzentrum fast durchgehend CO2-neutral betrieben werden.
Laut Ministerium hat der landeseigene Bau- und Liegenschaftsbetrieb die Immobilie dem Investor abgekauft, der Vertrag ist am 19. Februar wirksam geworden. Finanzminister Marcus Optendrenk (CDU) sagte, der Erwerb der Liegenschaft leiste "einen wichtigen Beitrag zum Schutz der IT-Infrastruktur vor äußeren Einflüssen und damit zur Krisenresilienz des Landes."