Tarifverhandlungen
Warnstreik bei den Stadtbussen im Norden hat begonnen

Am Freitag bleiben die Busse in den kreisfreien Städten im Depot. (Symbolbild) Foto: Carsten Rehder/dpa
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Seit dem Morgen fahren in den vier kreisfreien Städten keine Stadtbusse. Verdi fordert bessere Arbeitsbedingungen für rund 1.500 Fahrer – am Sonntag wird wieder um eine Einigung gerungen.

Die Stadtbusse in Kiel, Lübeck, Neumünster und Flensburg stehen seit dem Morgen still. Grund ist ein eintägiger Warnstreik im Tarifkonflikt der kommunalen Busunternehmen in Schleswig-Holstein. Da auch die dritte Verhandlungsrunde ohne Ergebnis blieb, rief die Gewerkschaft Verdi die Busfahrer in den vier kreisfreien Städten erneut zum Streik auf. Seit Dienstbeginn, so Verdi-Nord-Verhandlungsführer Sascha Bähring, "steht alles".

Betroffen sind die KVG in Kiel, die Stadtwerke Lübeck Mobil, der SWN Stadtverkehr in Neumünster und Aktiv Bus in Flensburg. Pendler müssen mit erheblichen Einschränkungen rechnen. Erst ab Samstagmorgen fahren die Busse wieder planmäßig.

Obwohl die Arbeitgeber ein Angebot vorlegten, endete auch die zweite Verhandlungsrunde ohne Abschluss. Am Sonntag, dem 1. März, sollen die Gespräche fortgesetzt werden. "Die Arbeitgeber haben dann erneut die Chance, gute Angebote zu machen", sagte Bähring der Deutschen Presse-Agentur. Er hoffe auf eine Einigung.

Die Gewerkschaft fordert für die rund 1.500 betroffenen Busfahrer in Schleswig-Holstein vor allem bessere Arbeitsbedingungen: kürzere Wochen- und Schichtzeiten, längere Ruhepausen sowie höhere Zuschläge für Nacht- und Wochenendarbeit.

dpa

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