Sport Kölns OB: Olympia-Bewerbung von NRW braucht klare Mehrheit

Kölns Oberbürgermeister Torsten Burmester (SPD) wünscht sich eine möglichst hohe Zustimmung zu einer Olympia-Bewerbung Nordrhein
Kölns Oberbürgermeister Torsten Burmester (SPD) wünscht sich eine möglichst hohe Zustimmung zu einer Olympia-Bewerbung Nordrhein-Westfalens. Foto
© Oliver Berg/dpa
Reicht ein knappes Ja zu Olympia? Kölner Oberbürgermeister wirbt für deutlich mehr Zustimmung. Zugleich betont er, dass seine Stadt bereit sei für ein derartiges Großereignis.

Kölns Oberbürgermeister Torsten Burmester (SPD) hat für eine möglichst hohe Zustimmung zu einer Olympia-Bewerbung Nordrhein-Westfalens geworben und vor den Folgen eines knappen Ergebnisses bei den geplanten Bürgerentscheiden gewarnt. Ohne einen klaren Rückhalt in der Bevölkerung werde das Projekt politisch an Gewicht verlieren, sagte Burmester der Deutschen Presse-Agentur. "50 Komma irgendwas Prozent wären zu wenig", sagte er.

NRW müsse geschlossen auftreten, um im weiteren Auswahlprozess nicht zurückzufallen, betonte Burmester. "Eine so weitreichende Entscheidung muss von einer breiten Mehrheit getragen werden."

NRW möchte ebenso wie München, Berlin und Hamburg als deutscher Kandidat für die Olympischen und Paralympischen Sommerspiele 2036, 2040 oder 2044 ins Rennen gehen. Voraussetzung wäre jeweils eine Zustimmung bei Bürgerentscheiden in allen beteiligten Kommunen. In München sprach sich Ende Oktober bereits eine Mehrheit von 66,4 Prozent für ein Olympia-Projekt aus. Bis Herbst 2026 will der Deutsche Olympische Sportbund entscheiden, welcher deutsche Bewerber gegen die internationale Konkurrenz antritt.

Kann Köln Olympia?

In NRW rückte zuletzt Köln stärker in den Mittelpunkt der Bewerbung. Die Stadt gilt nun als "Leading City". Unter anderem soll in Köln das mögliche Leichtathletikstadion für Olympia entstehen.

Burmester betonte, dass Köln in der Lage sei, ein derartiges Großereignis zu stemmen. Zugleich verwies er auf die Vorzüge des NRW-Modells, an dem mehrere Städte beteiligt sind. Das Rhein-Ruhr-Gebiet biete mit seiner dichten Struktur und vorhandenen Sportstätten gute Voraussetzungen. NRW könne auf bestehende Anlagen zurückgreifen und auf Neubauten verzichten. Geplante temporäre Sportstätten ließen sich nach den Spielen weiter nutzen - so könnten beispielsweise im temporären Leichtathletikstadion Wohnungen entstehen.

Burmester wurde im September 2025 zum Oberbürgermeister von Köln gewählt. Zuvor war er Vorstandsvorsitzender des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB).

dpa

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