Veilchendienstagszug
Frau gerät bei Karnevalsumzug unter Bus - Zustand kritisch

Der schwere Unfall passierte beim Mönchengladbacher Veilchendienstagszug. Foto: Michael Pollert/dpa
Der schwere Unfall passierte beim Mönchengladbacher Veilchendienstagszug. Foto
© Michael Pollert/dpa
Beim Karnevalsumzug in Mönchengladbach wird eine 23 Jahre alte Ordnerin von einem Bus überrollt und schwer verletzt. Ihr Zustand ist kritisch.

Nach dem schweren Unfall bei einem Karnevalsumzug in Mönchengladbach befindet sich die schwerstverletzte Ordnerin in einem kritischen Gesundheitszustand. Das teilte die Polizei Mönchengladbach am Abend mit. Die 23 Jahre alte Frau war am Nachmittag unter einen Bus geraten. Sie wurde in ein Krankenhaus gebracht.

Der Linienbus war Teil des Karnevalsumzugs gewesen, der in Mönchengladbach traditionell am Veilchendienstag stattfindet. Zu dem Unfall kam es kurz nach 15.30 Uhr. Der Karnevalszug sei zunächst gestoppt und schließlich in Absprache mit dem Veranstalter auf kürzestem Weg beendet worden, teilte die Polizei am Abend weiter mit. Die Ermittlungen zur Ursache des Unfalls dauern an. 

Der Veilchendienstagszug

Während die großen Karnevalsumzüge in Köln und Düsseldorf am Rosenmontag stattfinden, feiert Mönchengladbach traditionell einen Tag später. Der Veilchendienstag ist in der Stadt der Höhepunkt der Karnevalstage. Bei dem Umzug säumen nach Veranstalterangaben regelmäßig Hunderttausende Zuschauer die Wegstrecke. Im Zug selbst sind etwa 4.000 Mitwirkende.

Am Sonntag war in Niederkassel südlich von Köln ein 51-Jähriger bei einem Karnevalsumzug von einem Wagen gestürzt und schwer im Gesicht verletzt worden. Er wurde per Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus geflogen. Auch zwei weitere Männer im Alter von 20 und 46 Jahren waren von dem Wagen gefallen. Sie wurden leicht verletzt. Am Umzugswagen soll ein Brett gebrochen sein. 

Im hessischen Mühlheim am Main war nach dem Rosenmontagsumzug ein 51-Jähriger von einem Umzugswagen gestürzt und lebensgefährlich verletzt worden. 

Tödliche Unfälle in vergangenen Jahren

Auch in früheren Jahren gab es mehrere schwere Unfälle, die teils sogar tödlich endeten. Ein 38-Jähriger stürzte 2024 bei Hönningen (Rheinland-Pfalz) auf der Fahrt zu einem Umzug so unglücklich in einen Motivwagen, dass er im Krankenhaus seinen Verletzungen erlag. 

In St. Goarshausen (Rheinland-Pfalz) geriet im selben Jahr ein 20-Jähriger unter einen Karnevalswagen und wurde tödlich verletzt. In Halle (Sachsen-Anhalt) wurde 2023 eine 21-Jährige von einem Mottowagen erfasst und starb später im Krankenhaus.

dpa