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Wetter zur fünften Jahreszeit: Heftige Sturmböen: Düsseldorf sagt Kö-Treiben ab, auch Kölner Schull- un Veedelszöch fällt aus

Aufgrund erwarteter Sturmböen sind im Westen die ersten Karnevalsumzüge gestrichen worden. So fällt das beliebte Kö-Treiben in Düsseldorf aus. Auch in Köln wurden die für heute geplanten Umzüge abgesagt.

Karneval: Düsseldorf sagt Kö-Treiben ab

Ein Karnevalist in Köln. Auch in der Domstadt werden die für Sonntag geplanten Umzüge wegen erwarteter Sturmböen nicht stattfinden (Archivbild).

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Wegen der erwarteten schweren Sturmböen haben die Veranstalter das bei den Jecken beliebte Kö-Treiben am Sonntag in der Karnevalshochburg Düsseldorf abgesagt. Das teilte das Comitee Düsseldorfer Carneval am Sonntag mit. Der Rosenmontagszug sei aber nicht gefährdet.

In Köln sollten die von Hunderttausenden Schaulustigen besuchten Schull- un Veedelszöch am Sonntag zunächst, wenn auch in abgespeckter Version, stattfinden, wurden am Vormittag dann aber auch kurzfristig abgesagt. "Um alle Teilnehmenden und alle Jecken am Zugweg zu schützen, können die Zöch nicht stattfinden", teilte die Stadt mit. 

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnte am Sonntag in ganz NRW vor Sturmböen bis Windstärke 9. Dazu soll es heftig und fast pausenlos regnen. Die großen Rosenmontagszüge sind nach den Prognosen der Meteorologen hingegen nicht gefährdet. 

Das Festkomitee Kölner Karneval teilte mit, man gehe davon aus, dann "wie geplant" durch die Stadt ziehen zu können. Der Rosenmontagszug in Köln ist weniger sturmanfällig als der Düsseldorfer mit seinen hohen Motivwagen. Zudem soll sich das Wetter im Westen am Rosenmontag deutlich ruhiger präsentieren. Den Prognosen zufolge weht dann nur ein schwacher Wind. Allerdings rechnen die Meteorologen im Laufe des Tages wieder mit mehr Regenwolken. 

Erneut Ausschreitungen im Kölner Karneval

Indes hatte die Kölner Polizei auch am Samstagabend erneut mit Ausschreitungen von Jugendlichen zu tun. Am Zülpicher Platz in der Innenstadt gingen die Beamten wie am Vortag gegen eine Gruppe von aggressiven Jugendlichen vor, wie die Behörde am Samstagabend mitteilte. Unter den rund 350 Jugendlichen kam es demnach zu Schlägereien, bei denen auch einige von ihnen verletzt wurden.

Die meisten Jugendlichen waren laut Polizei zwischen 16 und 18 Jahren alt. Bereits am Freitagabend waren Einsatzkräfte gegen eine Gruppe von rund 500 Jugendlichen vorgegangen, die teilweise Polizisten angegriffen haben sollen. Die Polizei kündigte an, ein besonderes Augenmerk auf das Zülpicher Viertel zu richten. Die Beamten würden dabei "frühzeitig und konsequent gegen Störer vorgehen", erklärte der Leitende Polizeidirektor Martin Lotz.

Live-Karte: Wo es derzeit besonders stürmisch ist

Die untenstehende interaktive Karte zeigt, wo es gerade besonders stürmisch ist. Darüber hinaus kann man über den Zeitstrahl unten in der Grafik auch die Vorhersage für einen späteren Zeitpunkt abrufen. Oben rechts kann die dargestellte Ebene auch auf beispielsweise Regen oder Schnee umgestellt werden. 

Infos zur Karte: Sollte die Karte auf Ihrem Mobilgerät nicht oder fehlerhaft dargestellt werden, klicken Sie bitte hier. Bereitgestellt wird der Service von Windy.com. Die Macher nutzen für ihre Darstellungen und Vorhersagen das Modell vom "Europäischen Zentrum für mittelfristige Wettervorhersage". Aktuelle Warnungen zur Unwetterlage gibt es auch beim Deutschen Wetterdienst

Quellen: DPA / Windy.com

mod