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Tierquälerei?: 35 Prominente und Peta fordern in offenem Brief: Pferde raus aus Karnevalsumzügen!

Gemeinsam mit 35 Prominenten fordert die Tierschutzorganisation Peta ein Pferde-Verbot für Karnevalsumzüge. Der Brief ist an die Oberbürgermeisterin von Köln adressiert.

Pferde stehen auf einem Platz

Karneval: Der Einsatz von Pferden bei Umzügen ist umstritten

Getty Images

Die Tierschutzorganisation Peta stellt eine Forderung an die Oberbürgermeisterin von Köln: Karnevalsumzüge ohne Pferde. Unterstützt wird die Organisation von 35 Prominenten –  darunter Hella von Sinnen, Kaya Yanar und Mario Barth. Gerichtet ist der Brief an Kölns parteilose Oberbürgermeisterin Henriette Reker.

Auf ihrer Website behauptet die Tierschutzorganisation, dass Karnevalsumzüge für Pferde eine Qual seien. Sie seien durch die laute Musik und die Menschenmasse einem enormen Stress ausgesetzt. Um die Pferde auf die Karnevalsumzüge vorzubereiten, würden sie mit unterschiedlichen Methoden vor dem Event getestet. "Dafür werden sie mit lauter Musik beschallt oder durch laute Geräusche erschreckt. Auch werden scharfe Gebisse benutzt, um die Pferde durch Schmerzen im Zaum halten zu können", so Peta in dem offenen Brief. 

Den kompletten Brief können Sie hier lesen.

Karneval: Immer wieder Unfälle mit Pferden

Die Diskussion um ein Pferde-Verbot in Karnevalsumzügen gibt es nicht erst seit diesem Jahr. Schon in den vergangenen Jahren sorgten Unfälle mit Tieren für Diskussionen und Forderungen von Seiten der Tierschützer – darunter auch immer wieder die Organisation Peta. Bei einem Karnevalsumzug im Februar 2018 in Köln kam es zu einem Vorfall. Zwei Pferde sind damals mit einer Kutsche durchgegangen und gegen einen Tribünenwagen gelaufen. Trotz verschärfter Bedingungen für die Vorbereitung der Tiere kam es 2018 zu dem Unfall. Vier Menschen wurden dabei verletzt. Die Polizei vermutet, dass der Wurf einer Flasche die Tiere in Panik versetzt haben könnte. Das berichtete die "Rheinische Post" im vergangenen Jahr. 

Brief an die Oberbürgermeisterin von Köln

Die Tierschützer haben den Kampf gegen die Karnevalsumzüge mit Pferden nicht aufgegeben. In ihrem Brief an die Kölner Oberbürgermeisterin Henriette Reker verleihen sie und zahlreiche Prominente erneut ihrer Forderung Nachdruck. Folgender Auszug des Briefes ist auf der Website von Peta zu lesen: "Große Menschenmassen, die – teils alkoholisiert – ausgelassen feiern, fliegende Gegenstände, laute Musik, enge Gassen und nicht zuletzt Chaoten, die mutwillig Schaden anrichten wollen: Den Einsatz von Pferden bei dieser Gemengelage zu tolerieren, ist höchst fahrlässig."

Die Liste von prominenten Unterstützern ist lang

Die Tierschutzorganisation Peta zählt folgende Liste von Prominenten zu ihren Unterstützern:

Bastian Bielendorfer
Charlotte Würdig
Chris Tall
Christian Schulte-Loh
Cornelia Scheel
Enie van de Meiklokjes
Faisal Kawusi
Giovanni Zarrella
Helene Bockhorst
Hella von Sinnen
Horst Lichter
Hugo Egon Balder
Ingo Appelt
Jana Ina Zarrella
Janine Kunze
Jochen Bendel
Joey Heindle
Joyce Ilg
Kaya Yanar
Lisa Feller
Mario Barth
Markus Krebs
Max Giermann
Maxi Gstettenbauer
Michael Kessler
Michael Mittermeier
Mike Krüger
Nicole Jäger
Pierre M. Krause
Ralph Morgenstern
Simon Gosejohann
Simon Pearce
Stefan Mross
Torsten Sträter
Wigald Boning

Quellen: "PETA Deutschland e.V." / "Rheinische Post"

lber