Zweiter Verhandlungstag Prozess gegen Antifa-Ost geht weiter

Der Prozess gegen mutmaßliche Antifa-Aktivisten wird fortgesetzt. (Archivbild) Foto: Monika Skolimowska/dpa
Der Prozess gegen mutmaßliche Antifa-Aktivisten wird fortgesetzt. (Archivbild) Foto
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Die Gruppe Antifa-Ost soll in Budapest und Erfurt Rechtsextremisten attackiert haben. Fünf junge Frauen und ein Mann stehen in Düsseldorf vor Gericht - unter anderem wegen versuchten Mordes.

Im Hochsicherheitstrakt des Düsseldorfer Oberlandesgerichts wird am Dienstag (10.30 Uhr) der Prozess gegen fünf Frauen und einen Mann fortgesetzt, die Rechtsextremisten angegriffen haben sollen. Die Bundesanwaltschaft wirft ihnen wegen der Taten in Erfurt und Budapest unter anderem versuchten Mord vor.  

Mit Schlagstöcken und einem Hammer sollen die mutmaßlichen Antifa-Aktivisten mehrere Menschen attackiert haben, die sie der rechten Szene zuordneten. 

Der Prozess war in der vergangenen Woche unter großem Andrang der Öffentlichkeit gestartet. Aus den Reihen der mehr als 100 Zuschauer kam es zu Sympathiebekundungen für die Angeklagten, die mit Applaus empfangen wurden. 

Für den zweiten Verhandlungstag haben die Verteidiger Anträge angekündigt. Dabei dürfte es auch um den Ort des Prozesses fernab der Tatorte und der Heimat der Angeklagten gehen. 

Die sechs Angeklagten sind zwischen 22 und 25 Jahre alt und kommen aus Jena und Leipzig. Vier von ihnen waren zur Tatzeit Heranwachsende. Sie sollen Mitglieder der Gruppe Antifa-Ost sein und sitzen seit etwa einem Jahr in Untersuchungshaft. 

Die Verteidiger hatten die Anklage der Bundesanwaltschaft als überzogen kritisiert. Der Generalbundesanwalt stuft die Antifa-Ost als militante, linksextreme Vereinigung ein. Die US-Regierung hat die Gruppe sogar als terroristische Vereinigung eingestuft.

dpa

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