Rund zweieinhalb Jahre nach einem Banküberfall im rheinhessischen Gensingen hat vor dem Landgericht Mainz der Prozess gegen den mutmaßlichen Räuber begonnen. Am ersten Prozesstag erklärte die Verteidigerin des 50-jährigen gelernten Metallfachmanns und Berufskraftfahrers, dass er sich vorerst nicht zu den Vorwürfen äußern werde. Die Anklage wirft dem Mann schweren Raub und Freiheitsberaubung vor.
Er soll an einem Tag im Juli 2024 in die Bankfiliale gekommen sein und im Vorraum gewartet haben, bis eine Bankangestellte die Eingangstür gegen 8.00 Uhr morgens öffnete. Dann soll er die Angestellte mit einer Schusswaffe bedroht und sie und einen weiteren Mitarbeiter gezwungen haben, den Tresorraum zu öffnen. Aus dem Tresor soll er schließlich rund 104.000 Euro in Scheinen genommen und in eine mitgebrachte Einkaufstüte gestopft haben, bevor er flüchtete.
Erste Zeugenvernehmungen stehen an
Eine Videokamera zeichnete den Mann bei der Tat auf, gefasst wurde der 50-Jährige im April vergangenen Jahres auf Mallorca. Mitte Mai 2025 wurde er nach Deutschland überführt. In dem Prozess in Mainz geht es nun am 22. Januar mit der Vernehmung von Zeugen los.