Der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Alexander Schweitzer sieht auch in der wirtschaftlichen Krise keinen Anlass für weniger Klimaschutz. "Ich muss jedem deutlich sagen: Wer glaubt, wir können uns Klimaschutz gerade nicht leisten, weil die Wirtschaft jetzt gerade in Schwierigkeiten ist, der kennt die reale Situation vieler Unternehmen nicht", sagte er in Mainz in einer Diskussionsrunde der "Allgemeinen Zeitung" mit allen Spitzenkandidaten der im Landtag vertretenen Parteien.
Schweitzer für mehr Investitionen in Klimaschutz
Zahlreiche Unternehmen betrieben Klimaschutz, gerade um wirtschaftlich erfolgreich zu bleiben, sagte Schweitzer weiter. "Und darum wird es von mir auch keine Abkehr vom Klimaschutz geben." Im Gegenteil, es brauche hier künftig sogar noch mehr Investitionen.
CDU-Herausforderer Gordon Schnieder sagte, auch seine Partei wolle Klimaschutz weiter betreiben. Kritisch sehe er jedoch, dass Rheinland-Pfalz 2040 und damit fünf Jahre früher die Klimaneutralität erreichen wolle, als das bundesweit der Fall sein solle. Hier müsse sich Politik selbst reflektieren, sagte Schnieder. Das Land Rheinland-Pfalz sei bei seinen Zielen für den Ausbau der erneuerbaren Energien gnadenlos gescheitert, wolle aber vorgeben, dass Unternehmen hier schneller sein müssen als in anderen Teilen Deutschlands.