Ermittlungen
DNA-Massentest ohne Durchbruch – Ermittlungen dauern an

Die Polizei nahm DNA-Proben zur Aufklärung eines Tötungsdelikts. (Archiv) Foto: Klaus-Dietmar Gabbert/dpa
Die Polizei nahm DNA-Proben zur Aufklärung eines Tötungsdelikts. (Archiv) Foto
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Mehr als 1.500 Männer gaben DNA-Proben ab, doch der erhoffte Treffer blieb bislang aus. Die Ermittler verfolgen nun weitere Spuren – auch über Landesgrenzen hinweg.

Gut zwei Monate nach einer groß angelegten DNA-Reihenuntersuchung im Zusammenhang mit einem ungeklärten Tötungsdelikt in Tangermünde dauern die Ermittlungen an. Die Auswertung der DNA-Proben sei noch nicht abgeschlossen, teilte die Polizeiinspektion Stendal auf Anfrage mit.

Ermittlungen auch in anderen Bundesländern

Derzeit steuern die Ermittler Ersuchen in andere Bundesländer. Hintergrund ist, dass einige der angeschriebenen Männer inzwischen verzogen sind oder zum Tatzeitpunkt lediglich einen Zweitwohnsitz in Tangermünde hatten. Weitere Ermittlungsmaßnahmen sollen gemeinsam mit der Staatsanwaltschaft Stendal abgestimmt werden, sobald alle vorliegenden DNA-Proben abschließend untersucht wurden und keinen Treffer ergeben haben.

Hintergrund der Ermittlungen ist der gewaltsame Tod einer 61 Jahre alten Frau. Die Frau war im Juni 2024 leblos in ihrem Wohnhaus in Tangermünde im Landkreis Stendal gefunden worden. Am Tatort sicherten die Ermittler die DNA-Spur eines bislang unbekannten Mannes.

Um den Täter zu identifizieren, hatte die Polizei Ende März eine großangelegte DNA-Reihenuntersuchung durchgeführt. Rund 1.500 Männer gaben dabei Speichelproben ab. Insgesamt waren knapp 1.800 Männer im Alter zwischen 17 und 75 Jahren angeschrieben worden. Einen Durchbruch brachte die Maßnahme bislang nicht.

Täter weiter im Kreis der Getesteten vermutet

Dennoch gehen die Ermittler weiterhin davon aus, dass sich der Täter unter den angeschriebenen Männern befinden könnte. Die Reihenuntersuchung war angeordnet worden, weil die am Tatort gesicherte DNA-Spur keiner Person aus der DNA-Analyse-Datei zugeordnet werden konnte.

dpa