Der 1. FC Magdeburg steht kurz vor dem Klassenerhalt in der 2. Fußball-Bundesliga. Bei Holstein Kiel siegten die Elbestädter vor 14.678 Zuschauern 3:1 (2:0). Jean Hugonet (40.), Dariusz Stalmach (45 + 2.) und Baris Atik (55.) trafen für den FCM, Adrian Kapralik (90 + 2.) für Kiel. Mit 39 Punkten liegen die Elbestädter auf Tabellenrang zwölf, haben den direkten Abstieg vermieden und könnten am Sonntag auf der Couch den endgültigen Klassenerhalt feiern.
"Ich habe noch zu den Auswechselspielern gesagt: Ich versuche es direkt. Ich glaube, die haben mir nicht geglaubt", sagte Atik zu seiner direkt verwandelten Ecke. "Ich ziehe den Hut vor meiner Mannschaft, weil es keine Selbstverständlichkeit ist, in so einer Situation so aufzutreten, die Tore so zu erzielen und das Spiel so zu kontrollieren", lobte Trainer Petrik Sander.
Magdeburg nach Standards brandgefährlich
Silas Gnaka fehlte aus privaten Gründen im Magdeburger Mittelfeld, Sander ersetzte ihn durch Stalmach - konnte sonst aber auf die siegreiche Startelf aus dem letzten Heimspiel gegen Hertha BSC setzen. Magdeburg übernahm in den Anfangsminuten die Spielkontrolle, einen ersten Abschluss von Atik parierte Holstein-Torwart Timon Weiner (6.). Anschließend kamen die Gastgeber besser ins Spiel, drängten den FCM zurück.
Magdeburg fehlten die Ideen, um sich aus der Umklammerung zu befreien, aber immerhin ließen die Blau-Weißen wenig Abschlüsse der "Störche" zu. Die Partie spielte sich eher zwischen den Strafräumen ab, mit Vorteilen für die Gastgeber. Der FCM ging aber in Führung: Einen zweiten Ball nach einer Ecke drückte Hugonet über die Linie. In der Nachspielzeit wiederholte sich das Szenario: Nach einer weiteren Ecke traf Stalmach per Kopf zum 2:0.
Atik sorgt mit Kunststück für Vorentscheidung
Nach dem Seitenwechsel blieb Holstein das aktivere Team, Magdeburg zog sich etwas zurück und verteidigte aufmerksam, wenngleich auf Kosten zahlreicher Eckbälle. Die brachten wenig Gefahr, der FCM erhöhte dagegen auf 3:0. Nach einem Konter scheiterte Alexander Nollenberger noch an Weiner. Die anschließende Ecke verwandelte Atik direkt. Die Kieler wechselten offensiv und mühten sich um den Anschluss, doch der Treffer von Kapralik in der Nachspielzeit kam zu spät.