Die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden haben mit einem Hackerangriff zu kämpfen. Das Sicherheitssystem sei jedoch uneingeschränkt funktionsfähig und die Museen blieben für Besucher geöffnet, teilt der Museumsverbund mit. Dagegen seien der Onlineshop und der Besucherservice aktuell nicht erreichbar. Auch könne in den Museen nur bar bezahlt und derzeit keine Tickets via Internet bestellt werden. Alle schon gebuchten Online-Tickets behielten aber ihre Gültigkeit und könnten vor Ort ausgelesen werden, versichert eine Sprecherin.
Krisenstab eingerichtet - Abstimmung mit Landeskriminalamt
Zu dem Cyberangriff sei es am Mittwoch gekommen. "Davon betroffen sind weite Teile der digitalen Infrastruktur", heißt es. Ein interner Krisenstab habe die Arbeit aufgenommen. "Parallel arbeiten IT-Spezialisten und IT-Forensik-Dienstleister an der Bereinigung und dem Wiederaufbau der Systeme." Die Kunstsammlungen stimmten sich eng mit der Polizeidirektion Dresden und dem Landeskriminalamt ab. Es sei nicht absehbar, wann alle betroffenen Systeme wieder zur Verfügung stünden. Nähere Details zur Art des Hackerangriffs und möglichen Tätern wurden vorerst nicht bekannt. Auf Anfrage wurde auf die laufenden Ermittlungen verwiesen.
Die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden sind ein Verbund von 15 Museen. Dazu gehören das Grüne Gewölbe im Dresdner Residenzschloss, die Gemäldegalerie Alte Meister im Zwinger sowie die Galerie Neue Meister im Albertinum.