Immaterielles Kulturerbe
Helau! Ostdeutscher Karneval wird sächsisches Kulturerbe

Die Karnevals- und Faschingskultur in den ostdeutschen Ländern gibt es laut dem Dresdner Kulturministerium bereits seit dem Mitt
Die Karnevals- und Faschingskultur in den ostdeutschen Ländern gibt es laut dem Dresdner Kulturministerium bereits seit dem Mittelalter. (Archivbild) Foto
© Sebastian Willnow/dpa

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Ostdeutscher Karneval ist jetzt auch sächsisches Kulturerbe. Für die beteiligten Vereine geht es dabei um Anerkennung - und mehr.

Die Karnevalskultur in Ostdeutschland ist in die Landesliste des immateriellen Kulturerbes des Freistaats Sachsen aufgenommen worden. Die ostdeutsche Karnevalstradition reiche zurück bis ins Mittelalter, teilte das Staatsministerium für Kultur und Tourismus in Dresden mit. 

„Über Generationen hinweg haben engagierte Ehrenamtliche diese besondere Kulturform bewahrt und weiterentwickelt“, sagte Barbara Klepsch (CDU), Staatsministerin für Kultur und Tourismus. Heute gibt es demnach etwa 930 Vereine mit 95.000 Mitgliedern in den ostdeutschen Ländern.

Auch Thüringen und Brandenburg haben den Karneval bereits auf entsprechende Landeslisten gesetzt. Die ostdeutschen Karneval-Landesverbände haben zudem unter Federführung Thüringens die Bewerbung „Karneval, Fasching, Fastnacht in Ostdeutschland“ zur Aufnahme in das bundesweite Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes auf den Weg gebracht. Über die Bewerbung wird die Kulturministerkonferenz der Länder in einer ihrer nächsten Sitzungen entscheiden, so ein Sprecher des sächsischen Ministeriums. 

Bewerbung für Fördermittel nun möglich

Für die sächsischen Karnevals- und Faschingsvereine bedeutet die Aufnahme auf die Liste des Freistaats zunächst einmal Anerkennung, so Jörg Weiser, Präsident des Verbandes Sächsischer Carneval. „Wir fühlen uns geehrt und gewertschätzt.“ Die Karnevalsvereine seien nicht nur Brauchtum und Kultur, sie leisteten auch Jugendarbeit und engagierten sich sozial, so Weiser. Es bestehe für die Vereine nun auch die Möglichkeit, sich um Mittel zur Kulturförderung zu bewerben, die den Karnevalisten bislang verwehrt geblieben sind.

dpa

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