Kriminalität
Falscher Notruf löst Einsatz von Rettungskräften aus

Durch Missbrauch des Notrufes ist Wachau (Landkreis Bautzen) ein Rettungseinsatz ausgelöst worden (Symbolbild). Foto: Robert Mic
Durch Missbrauch des Notrufes ist Wachau (Landkreis Bautzen) ein Rettungseinsatz ausgelöst worden (Symbolbild). Foto
© Robert Michael/dpa
Ein erfundener Notruf ruft Einsatzkräfte auf den Plan. Das Motiv für die Tat bleibt unklar.

Ein falscher Notruf hat im ostsächsischen Wachau einen Einsatz von Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst ausgelöst. Wie die Polizeidirektion Görlitz mitteilte, hatte eine 47 Jahre alte Frau einen Notruf bei der Rettungsleitstelle Hoyerswerda abgesetzt, weil sie angeblich eine leblose Frau im Keller eines Wohnhauses gefunden hatte. Sie gab auch an, bereits mit der Reanimation begonnen zu haben.

"Eine medizinische Notlage lag zu keinem Zeitpunkt vor." 

Daraufhin wurden Rettungskräfte an die angegebene Adresse geschickt. Vor Ort konnten sie den geschilderten Sachverhalt aber nicht vorfinden. Die angeblich betroffene Frau wurde wohlbehalten angetroffen. "Eine medizinische Notlage lag zu keinem Zeitpunkt vor", hieß es. Für einen Notruf habe kein Anlass bestanden. Die Polizei geht von einer vorsätzlichen Falschmeldung aus. Welche Motive die Frau dazu bewogen haben, blieb zunächst unklar. 

Missbrauch von Notrufen ist eine Straftat

Die Polizei nahm eine Anzeige wegen Missbrauchs von Notrufen auf. Durch den unnötigen Einsatz der Rettungskräfte entstand sei ein erheblicher wirtschaftlicher Schaden entstanden, teilte die Polizeidirektion mit. Zudem seien Einsatzmittel gebunden gewesen, die für echte Notfälle hätten benötigt werden können. Die Polizei wies darauf hin, dass ein Missbrauch des Notrufs eine Straftat ist.

dpa