Die Kulturstiftung Sachsen fördert sieben Projekte auf dem Land über einen Zeitraum von drei Jahren mit 250.000 Euro. Damit wolle man langjährig engagierte und überregional bedeutsame Kunst- und Kulturinitiativen in ihrer strukturellen und künstlerischen Weiterentwicklung unterstützen, teilte die Stiftung in Dresden mit. Die Einrichtungen würden pro Jahr zwischen 20.000 und 45.000 Euro erhalten.
"In der aktuellen Förderphase richtet die Kulturstiftung ihren Fokus besonders auf Kulturakteure im ländlichen Raum Sachsens. Damit wollen wir ein Zeichen setzen für die Kunst und Kultur abseits der Metropolen", erklärte Stiftungsdirektor Manuel Frey.
Vom Bahnhof zum Begegnungsort
Konkret erhält der Verein "Kulturbahnhof Leisnig" Unterstützung, der den ehemaligen Bahnhof in den kommenden Jahren als Kultur- und Begegnungsort weiterentwickeln will. Das Projekt "Auf weiter Flur" plant, das Lehngericht Augustusburg zu einem gemeinschaftlich getragenen Kulturort auszubauen. Der Verein "Steinleicht" in Nebelschütz wiederum erprobt neue künstlerische Formate in der sorbisch-deutschen Kulturarbeit. Die Initiative "Farbwerk" in Dresden möchte ein inklusives Theater- und Tanzensemble aufbauen.
Weitere Förderungen gehen an den Verein "Sohland lebt!" aus Reichenbach (Oberlausitz), der seine Beteiligungsformate langfristig absichern möchte. Der Verein "Kulturbaude und Landkunst" in Gohrisch (Sächsische Schweiz) hat das Ziel, die Heymannbaude als festen Kulturort in der Region zu etablieren. Der Friedrich-Bödecker-Kreis Sachsen in Leisnig richtet seine Leseförderung neu aus und möchte in unterschiedlichen Regionen Sachsens vor allem jungen Menschen Literatur nahebringen.