Virus-Ausbruch bei Kreuzfahrt
Hantavirus: Eine betroffene Person aus Sachsen

Hantavirus: Eine betroffene Person aus Sachsen Foto: Manu Fernandez/AP/dpa
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Nach dem Hantavirus-Ausbruch auf einem Kreuzfahrtschiff sind mehrere deutsche Passagiere in die Bundesrepublik gebracht worden. Aus Sachsen ist ein Mensch betroffen, aus Sachsen-Anhalt niemand.

Unter den Passagieren des von einem Hantavirus-Ausbruch betroffenen Kreuzfahrtschiffs ist auch ein Mensch aus Sachsen. Dies teilte das Bundesgesundheitsministerium (BMG) auf Anfrage mit. Aus Sachsen-Anhalt ist aber niemand betroffen.

Betroffen sind demnach Menschen aus Berlin, Baden-Württemberg, Bayern und Sachsen. Keine der vier Personen habe bisher Symptome, hieß es weiter. Die Passagiere sollten demnach im Tagesverlauf vom Uniklinikum Frankfurt aus in die jeweiligen Bundesländer gebracht werden. Ein weiterer deutscher Passagier war nach Großbritannien geflogen worden, wo er lebt, wie die britische Nachrichtenagentur PA berichtete.

RKI-Chef sieht keine Pandemie-Gefahr

Am Sonntagnachmittag waren unter anderem vier deutsche Passagiere des Kreuzfahrtschiffs "Hondius" per Evakuierungsflug von der Kanareninsel Teneriffa, wo das Schiff nach mehreren Wochen auf See angelegt hatte, ins niederländische Eindhoven gebracht worden. Alle waren ohne Symptome, wie das spanische Gesundheitsministerium vor dem Abflug mitteilte.

Der Chef des deutschen Robert Koch-Instituts (RKI) sieht derweil keine Gefahr für die Bevölkerung. Das Virus könne Menschen sehr krank machen, sagte Lars Schaade am Sonntagabend im ZDF-"heute journal". "Aber die gute Nachricht ist eigentlich, das ist kein Virus, das sich verbreitet. Und insofern kann ich, glaube ich, sagen: Ich sehe eigentlich keine Gefährdung für die Bevölkerung in Deutschland und auch keine Pandemie-Gefahr."

dpa