Die Vorsitzende der Kassenärztlichen Vereinigung Thüringen (KVT) Annett Rommel hat die Bedeutung von Früherkennungsuntersuchungen bei Krebs betont. "Je früher eine Erkrankung erkannt wird, desto besser kann sie behandelt werden", sagte Rommel laut Mitteilung. Für jeden einzelnen Betroffenen sei die Diagnose Krebs ein einschneidendes Ereignis.
Appell: "Chance nutzen"
"Wir sollten uns dabei aber auch vor Augen führen: Nie waren die Behandlungs- und Vorsorgemöglichkeiten besser als heute. Nehmen Sie Ihre Chance wahr, nutzen Sie die Früherkennungs-Programme", so Rommels Appell anlässlich des Weltkrebstages am 4. Februar.
Mehr Früherkennungen auch bei Männern
Thüringer Vertragsarztpraxen führten der KVT zufolge 2024 mehr Früherkennungsuntersuchungen durch als noch im Jahr zuvor – egal ob bei Darmkrebs, Hautkrebs oder den geschlechterspezifischen Früherkennungsuntersuchungen für Männer und Frauen. Ein deutliches Plus von 4,9 Prozent gab es demnach mit 131.393 Untersuchungen bei Männern. Auch die Zahl der Darmspiegelungen zur Früherkennung stieg um 6,6 Prozent auf 13.409.
Rund 7.000 Thüringer Krebstote 2024
Insgesamt starben in Thüringen 3.894 Männer und 2.934 Frauen im Jahr 2024 an den Folgen einer Krebserkrankung, wie das Landesamt für Statistik mitteilte. Bösartige Neubildungen waren demnach für ein Fünftel der insgesamt 30.454 Sterbefälle in Thüringen verantwortlich. Als sie starben, waren die Frauen und Männer durchschnittlich 74,8 Jahre alt.
Bundesweit starben 2024 rund 230.400 Menschen an Krebs – das waren zehn Prozent mehr als im Jahr 2004. "Der Anstieg ist vor allem auf die Alterung der Gesellschaft zurückzuführen", berichteten die Statistiker.