Gerichtsverhandlung
Urteil im Prozess um rechte Kampfsportgruppe erwartet

Im Prozess um die rechtsextremistische Kampfsportgruppierung "Knockout 51" soll ein Urteil fallen. (Archivbild) Foto: Martin Sch
Im Prozess um die rechtsextremistische Kampfsportgruppierung "Knockout 51" soll ein Urteil fallen. (Archivbild) Foto
© Martin Schutt/dpa
Nach mehr als 50 Verhandlungstagen soll vor dem Thüringer Oberlandesgericht nun ein Urteil unter anderem gegen mutmaßliche Führungsfiguren der rechtsextremen Kampfsportgruppe "Knockout 51" fallen.

Im Staatsschutzverfahren gegen mutmaßliche Mitglieder und einen mutmaßlichen Unterstützer einer rechtsextremistischen Kampfsportgruppierung wird am Mittwoch (ab 15.30 Uhr) das Urteil erwartet. Begleitet werde die Urteilsverkündung vor dem Oberlandesgericht in Jena von einer Demonstration vor dem Justizzentrum, sagte eine Gerichtssprecherin. 

In dem Verfahren gegen die "Knockout 51" genannte Gruppierung gehen die Strafforderungen des Generalbundesanwaltes und der Verteidiger weit auseinander. Nach dem Willen des Generalbundesanwaltes sollen die drei angeklagten Männer zwischen drei und fünf Jahre in Haft. Die Verteidiger der Angeklagten hatten Freisprüche für ihre Mandanten gefordert.

Bei "Knockout-51" handelt es sich um eine in Eisenach gegründete Kampfsportgruppierung, die versucht hatte, dort einen "Nazi-Kiez" zu schaffen. Nach den Erkenntnissen der Ermittler waren die Mitglieder auch in anderen Teilen Deutschlands unterwegs, sie griffen beispielsweise bei Demonstrationen von Corona-Leugnern Polizisten an. In Eisenach verübten sie demnach Gewalttaten gegen Menschen, die sie als Feinde ansahen.

dpa