Die Brandenburger SPD/CDU-Regierung hat den Weg für mehr kleine Supermärkte ohne Personal vor allem auf dem Land geebnet. Das Kabinett beschloss eine Änderung des Ladenöffnungsgesetzes, damit vollautomatisierte Supermärkte ermöglicht werden, die auch Smart Stores genannt werden. Der Landtag berät noch darüber.
"Gerade im ländlichen Raum ist es wichtig, dass Menschen Waren des täglichen Bedarfs auch zukünftig wohnortnah einkaufen können", sagte Sozialminister René Wilke (SPD). Wo klassische Supermärkte unter Druck gerieten, könnten Smart Stores einen wichtigen Beitrag zur Versorgung leisten und gleichwertige Lebensverhältnisse in Brandenburg stärken.
Mini-Supermärkte sollen rund um die Uhr öffnen können
Der Landtag hatte die Landesregierung im vergangenen Jahr mit den Stimmen der SPD/BSW-Koalition und der CDU-Opposition aufgefordert, bis Ende März dieses Jahres eine Gesetzesänderung vorzulegen. Das Ziel: Mini-Supermärkte sollen damit an sieben Tagen pro Woche bis zu 24 Stunden betrieben werden können.
Nach dem geltenden Ladenöffnungsgesetz können Verkaufsstellen im Land Brandenburg von Montag bis Samstag rund um die Uhr geöffnet sein. Sechs Sonn- oder Feiertage pro Jahr sind in Brandenburg freigegeben für Ladenöffnungen aus besonderem Anlass. Andere Länder haben bereits Regelungen zur Öffnung von vollautomatisierten Verkaufsstellen ohne Personal.