Mit KI und Digitalisierung
"Stehen am Kipppunkt": Was Voigt für die Wirtschaft tun will

Thüringens Ministerpräsident Mario Voigt (CDU) findet, die wirtschaftliche Lage in Deutschland ist ernst. (Archivbild) Foto: Jan
Thüringens Ministerpräsident Mario Voigt (CDU) findet, die wirtschaftliche Lage in Deutschland ist ernst. (Archivbild) Foto
© Jan Woitas/dpa

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Thüringen fehlen bis 2035 rund 136.000 Erwerbstätige. Wie Voigt mit KI gegensteuern will und warum er findet, dass die wirtschaftliche Lage ernst ist, verrät er in einem Gastbeitrag für eine Zeitung.

Künstliche Intelligenz, weniger Bürokratie und mehr Produktivität: Ministerpräsident Mario Voigt will mit Digitalisierung und besseren Rahmenbedingungen für Unternehmen Thüringens Wirtschaft ankurbeln. "Wir stehen an einem Kipppunkt. Ein Teil unserer wirtschaftlichen Basis wird sich verändern. Nicht alles wird bleiben", schreibt der CDU-Politiker in einem Gastbeitrag für die "Thüringische Landeszeitung" (TLZ). Die wirtschaftliche Lage in Deutschland sei ernst. Auch Thüringen müsse handeln - 35 Jahre nach der Wiedervereinigung gebe es keinen Bonus mehr. "Jeder Standort steht im Wettbewerb." 

In dem Beitrag gibt der 49-Jährige ein Ziel aus: "Thüringen 2035 - eine der wachstumsstärksten Regionen Deutschlands, ein wettbewerbsfähiges Industrieland, getragen von einem starken, modernen Mittelstand, eng verzahnt mit Wissenschaft und Forschung und unterstützt von einem Staat, der funktioniert", schreibt er in der Zeitung. 

1. Bürokratie

Langsame Verfahren könne sich das Land nicht mehr leisten, schreibt Voigt. "Der Staat muss vom Hemmnis zum Standortvorteil werden." Ziel der Landesregierung sei ein Drittel weniger Bürokratieaufwand für die Unternehmen.

2. Investitionen

"Wir werden den Möglichkeiten des Standorts und dem Potenzial der Menschen in Thüringen noch nicht gerecht", schreibt Voigt. Es sei zu lange nicht gezielt genug investiert worden - etwa in öffentliche Infrastruktur und in neue Anlagen und Automatisierung. "Es muss in allen Bereichen gezielt in Digitalisierung und Künstliche Intelligenz investiert werden", so Voigt in seinem TLZ-Gastbeitrag. Für Unternehmen seien bessere Rahmenbedingungen nötig, damit diese investierten.

3. Demografie

Voigt umreißt das Kernproblem: Bis 2035, schreibt er, würden rund 136.000 Erwerbstätige fehlen. "Deshalb ist das Gebot der Stunde mehr Produktivität, unter anderem durch Künstliche Intelligenz - und die gleichzeitige Investition in Fachkräfte und Bildung."

dpa