Nach jahrelanger Bauzeit und vielen Anfeindungen wird Thüringens erster Moschee-Neubau mit Zierminarett eingeweiht. Am 14. Februar finde in der Mahmud-Moschee der Ahmadiyya Gemeinde in Erfurt eine feierliche Eröffnungszeremonie statt, teilte ein Sprecher mit. Die Veranstaltung sei nur für geladene Gäste vorgesehen. Am Tag darauf öffnet das Gotteshaus seine Türen zu einem "Tag der offenen Moschee".
Schon vor dem Baustart 2018 hatte es Proteste gegen die Moschee gegeben. Gegner des Projekts hatten etwa in der Nähe des Baugeländes große Holzkreuze und Holzspieße mit Schweinekadavern aufgestellt. Während der Bauarbeiten kam es zudem immer wieder zu Verzögerungen, unter anderem wegen der Corona-Pandemie.
Die Ahmadiyya-Gemeinde zählt nach Angaben eines Sprechers in Thüringen rund 100 Mitglieder. Die Gemeinde in Erfurt besteht seit September 1990. Bundesweit gibt es demnach mehr als 50.000 Ahmadi-Muslime in 250 Gemeinden. Die Religionsgemeinschaft wurde 1889 in Indien gegründet.