Ein 38-Jähriger aus Eisenach ist wegen Mordes an einer Frau zu einer lebenslangen Gesamtfreiheitsstrafe verurteilt worden. Zudem ordnete das Landgericht Meiningen Sicherungsverwahrung für den Mann an, womit eine vorzeitige Haftentlassung nach 15 Jahren praktisch ausgeschlossen ist. Die Richter sahen es als erwiesen an, dass der Angeklagte vor einem Jahr eine 35 Jahre alte Frau getötet und seine 20-jährige Freundin schwer verletzt hat. Er wurde daher auch der gefährlichen Körperverletzung für schuldig gesprochen.
Der Mann hatte zum Prozessauftakt die Angriffe auf beide Frauen gestanden und seinen Konsum von Alkohol und Drogen als Grund für sein Verhalten angegeben. Bei dem Todesopfer handelte es sich um eine Bekannte, die dem wohnungslosen Angeklagten Obdach gewährt hatte. Er hatte die 35-Jährige getreten, geschlagen und ein Beil an ihren Hinterkopf geworfen. Die Frau starb nach der brutalen Attacke im Krankenhaus.
Die Richter folgten mit ihrem Urteil dem Antrag der Staatsanwaltschaft, dem sich die Nebenklägervertreter zum Teil angeschlossen hatten. Die Verteidigung hatte wegen Totschlags und gefährlicher Körperverletzung auf eine Gesamtfreiheitsstrafe von 13 Jahren und sechs Monaten plädiert.