Nach zwei Tagen Warnstreik rollt der öffentliche Personennahverkehr in Erfurt und Jena wieder planmäßig. "Ganz normaler Betriebsbeginn, alles rollt wieder", sagte ein Sprecher der Erfurter Verkehrsbetriebe (EVAG) der dpa am Sonntagmorgen.
Eine Sprecherin der Stadtwerke Jena teilte mit, dass der Warnstreik in Jena und im Saale-Holzland-Kreis wie von der Gewerkschaft Verdi angekündigt, beendet wurde. "Durch den verspäteten Betriebsbeginn kam es zunächst zu Verzögerungen. Inzwischen sind die Busse und Straßenbahnen in Jena und dem Saale-Holzland-Kreis aber wieder fahrplangemäß unterwegs", so die Sprecherin in einer Mitteilung.
Festgefahrene Tarifverhandlungen
Hintergrund für die Warnstreiks sind Tarifverhandlungen, die Verdi in allen 16 Bundesländern meist mit den kommunalen Arbeitgeberverbänden führt. Verdi fordert insbesondere deutlich bessere Arbeitsbedingungen - etwa durch kürzere Wochenarbeitszeit und Schichtzeiten, längere Ruhezeiten, aber auch durch höhere Zuschläge für Arbeit in der Nacht und am Wochenende.
In Thüringen hatte die Gewerkschaft am Freitag und Samstag zu Arbeitsniederlegungen aufgerufen und damit den Druck auf die Verhandlungspartner erhöht. Betroffen war am Freitag teils auch der Schülerverkehr.
Manche Regionen nicht betroffen
Bestreikt wurden beispielsweise auch die Regionalbusse im Unstrut-Hainich-Kreis und im Kyffhäuserkreis, die Stadtbus-Gesellschaft Mühlhausen und Sondershausen sowie die Thüringer Wald- und Straßenbahn in Gotha.
In manchen Regionen hatten die Warnstreiks keinerlei Auswirkungen. In Erfurt stand der öffentliche Personennahverkehr für die zwei Tage nach Angaben der EVAG still. In Jena hatte es am Freitag noch einen Notverkehr mit Bussen gegeben, am Samstag aber nicht mehr.