Krieg in der Ukraine Luftbrücken-Gründer: "Wenn Stunden über Leben und Tod entscheiden können, fliegen wir los, mit Medikamenten an Bord in Richtung Grenze"

Privatpilot Stefan Sahling ist einer der Gründer der "Ukraine Air Rescue"
"Ich habe jetzt ein Gefühl dafür, was Krieg eigentlich bedeutet": Privatpilot Stefan Sahling fliegt Medikamente an die Grenze zur Ukraine
© Maximilian Mann
Stefan Sahling hat eine Luftbrücke aufgebaut. Zusammen mit anderen Privatpiloten fliegt er an die Grenze zur Ukraine, um zu liefern, was in den Kliniken an der Front fehlt. Im Interview erklärt er, wie sich sein Blick auf den Krieg verändert hat, seit er ihm entgegenfliegt.

Herr Sahling, wie ist es, als Privatpilot einem Krieg entgegenzufliegen?
Vor einem Flug an die Grenze zur Ukraine bin ich oft nervös, weil ich nicht weiß, was mich erwartet. Mit der "Ukraine Air Rescue", einer Luftbrücken-Initiative von Privatpiloten, steuern wir manchmal Flughäfen in der polnisch-ukrainischen Grenzregion an, die wir noch nicht kennen. Wenn man sich in eine fremde Militärumgebung begibt und zwischen Kriegsgerät und Soldaten landet, ist das schon aufregend. Aber nervöser macht mich etwas anderes.


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