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Konzentration, Vertrauen und Kraft Acroyoga: Was hat es mit dem jungen Yoga-Stil auf sich?

Acroyoga ist ein sehr junger Yoga-Stil, welcher Elemente der Akrobatik mit Asanas des Yoga verbindet.
Acroyoga beeindruckt durch Eleganz und Körperspannung und hat zudem viele gesundheitliche Vorteile
© millann / Getty Images
Acroyoga sieht nicht nur anspruchsvoll aus, es erfordert auch eine Menge an Geduld, Training und vor allem Teamwork. Wir verraten Ihnen, was hinter dem Yoga-Stil steckt. Und wer weiß? Vielleicht bewegen Sie sich auch schon bald in neuen akrobatischen Sphären. 

Während sich die ersten Ursprünge des Yogas vor rund 2000 Jahren finden lassen, ist Acroyoga keine 20 Jahre alt. Mittlerweile erobert der junge Yoga-Stil die sozialen Medien. Schaut man sich Bilder der Praxis an, versteht man schnell wieso. Die Übungen, welche zusammen mit einem Partner ausgeführt werden, beeindrucken durch reichlich Körperspannung, Eleganz und tänzelnder Leichtigkeit. 

Wer entwickelte Acroyoga?

Einen eindeutigen Ursprung  des Acroyogas scheint es nicht zu geben. Schenkt man den meisten Quellen Glauben, sollen die US-amerikanischen Yoga-Lehrer Jenny Sauer-Klein und Jason Nemer die Yoga-Technik entwickelt haben. Im Netz finden sich jedoch Aufnahmen des weltbekannten indischen Yoga-Lehrers T. Krishnamacharya, in denen er bereits 1938 eine Form des akrobatischen Partner-Yogas mit seiner Tochter ausführte. Andere Quellen wiederum behaupten, die erste Acroyoga-Schule sei 1999 in Montreal von Jessie Goldberg und Eugene Poku gegründet worden. 

Da Acroyoga ein markengeschützter Begriff ist und nur von offiziell zertifizierten Yoga-Lehrern verwendet werden darf, nutzen zahlreiche Studios andere Bezeichnungen für den Yogastil.  

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Auf Instagram teilen immer mehr User beeindruckende Bilder und Videos ihrer Acroyoga-Erfahrungen.

Die Praxis 

Wie der Name vermuten lässt, handelt es sich bei Acroyoga um ein Zusammenspiel aus Akrobatik und Yoga. Elemente der Thai-Massage sowie spezielle Atemtechniken sind ebenfalls Teil der Praxis. Neben tänzerischen und nahezu verspielten Bewegungen, Körperspannung und -entspannung, erfordert Acroyoga ein hohes Maß an Konzentration und Vertrauen des Partners, beziehungsweise der Partner, gegenüber. 

Die Kombination mit klassischem Yoga mitsamt seinen Atemtechniken und Asanas ermöglicht es, Akrobatik und Krafttraining mit meditativen Elementen zu verbinden. Belohnt wird dies mit einer tiefen Entspannung, die nach dem Training entsteht und sich positiv auf den Alltagsstress auswirken kann. Zahlreiche Angebote stellen entweder den ruhigeren oder den sportlicheren Aspekt stärker in den Vordergrund, demnach sollte jeder Typ das passende Angebot für sich finden.  

Vom Spotter, Flyer und der Base

Im Optimalfall wird die Yoga-Technik von drei Personen ausgeführt, wobei eine Person einen eher passiven Part übernimmt. Sie gibt als Spotter (Beobachter) Tipps zur Körperhaltung und Stabilität und verhindert somit mögliche Verletzungen. Ein hoher Erfahrungswert des Spotters ist demnach für das gesamte Team von Vorteil. Der Flyer (Flieger) wird von seinem Gegenstück, der Base (Basis), in die Luft gestellt. Er muss die Balance und Körperspannung während der ganzen Praxis über halten. Die Base (Basis) als stützende Rolle liegt oder hockt meist unter dem Flyer und stabilisiert diesen in der Luft. Weisen alle drei Personen das gleiche Erfahrungslevel auf, können die Rollen getauscht werden.  

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Praxis des Mondes und der Sonne 

Es gibt zwei Varianten des Acroyogas, welche üblicherweise zu einem ganzheitlichen Ansatz kombiniert werden. Wie schon bei der Partner-Konstellation ist auch hier das Zusammenspiel von Statik und Dynamik, Kraft und Loslassen, sowie Entspannung und Konzentration der Schlüssel zum erfolgreichen Training. 

Die Lunar (Mond)-Akrobatik ist die ruhigere Variante der Praxis, weswegen sie auch als "therapeutisches Fliegen" bezeichnet wird. Es handelt sich um eine statische Position, welche an den Asanas im Yoga angelehnt ist. Der tragende Unterschied ist hierbei, dass der Flyer keinen Bodenkontakt hat, sondern eine Verbindung mit der menschlichen Basis eingeht. Während die Base den Flyer während der Ausführung der Übungen drehen, dehnen und massieren kann, bleibt dieser stets ruhig. 

Im Gegensatz dazu definiert sich die Solar (Sonne)-Akrobatik durch fließende Bewegungen und einen damit einhergehenden hohen Kraftaufwand auf Seiten beider Partner. Drehungen und Sprünge werden kontinuierlich eingebaut und bringen so den tänzerischen, verspielten Charakter mit sich. 

Ablauf einer typischen Acroyoga-Stunde 

Nach Aufwärm-Übungen für jeden Einzelnen wärmt man sich nochmals gemeinsam mit dem Partner auf. Mithilfe von sanften Partner-Asanas und gegenseitigem Dehnen kommt man so langsam in Einklang. Umkehrhaltungen und erste gegenseitige Stützhaltungen bauen das Vertrauen weiter auf, zuletzt kommen dann Fliegen sowie akrobatische Elemente hinzu. 

Tipp: Eng-anliegende Yoga-Kleidung ist beim Acroyoga von Vorteil, um sich frei und uneingeschränkt bewegen zu können. 

Konzentration, Vertrauen und Kraft : Acroyoga: Was hat es mit dem jungen Yoga-Stil auf sich?

Passt Acroyoga zu mir? 

Obwohl Acroyoga zunächst sehr anspruchsvoll und herausfordernd wirkt, ist es prinzipiell für Jedermann geeignet. Eine gewisse körperliche Grundfitness ist sicherlich von Vorteil, jedoch sind die meisten Stunden ohnehin für Anfänger ausgelegt. Wichtig ist es in jedem Fall, den Anweisungen der Kursleitung zu folgen, um mögliche Verletzungen zu vermeiden. Da die meisten Teilnehmer alleine zu einem Acroyoga-Kurs gehen brauchen Sie für die Teilnahme nicht unbedingt einen Partner, sondern werden einander zugeteilt. Wichtig ist es allerdings, Berührungsängste und Hemmungen abzulegen, um sich gänzlich auf die Übungen einlassen und Vertrauen aufbauen zu können.  

Quellen: "womenshealth", "asanayoga", "madymorrison"


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