Hautprobleme Ärztin und Autorin Yael Adler: "20 Prozent der Hautkrankheiten sind selbst gemacht"

Yael Adler
„Wir sind sinnliche Ärzte“, sagt Adler über sich und ihre Derma­tologen-Kollegen. „Wir lieben es, zu sehen, zu fühlen, zu riechen“
© Götz Schleser
Für die Ärztin und Bestsellerautorin Yael Adler ist die Haut ein Kunstwerk, das mehr Aufmerksamkeit verdient und keine künstlichen Duftstoffe. Ein Gespräch über falsche Scham und wie man sich richtig pflegt – nämlich am besten: weniger.
Interview: Alexandra Kraft

„Wir sind sinnliche Ärzte“, sagt Adler über sich und ihre Derma­tologen-Kollegen. „Wir lieben es, zu sehen, zu fühlen, zu riechen“

Sie schreiben in Ihren Büchern über Themen, die für viele tabu sind – Pickel, Ausschläge, Hämorrhoiden. Gibt es überhaupt etwas, was Ihnen peinlich ist?

Yael Adler
Dr. Yael Adler hat eine Privatpraxis in Berlin. Mit ihren Büchern „Haut nah. Alles über unser größtes Organ“ und „Darüber spricht man nicht. Weg mit den Körpertabus“, beide erschienen im Droemer Verlag, erreichte sie ein breites Publikum
© Götz Schleser

Ganz viel. Ich glaube, deswegen kann ich auch sehr einfühlsam sein, wenn meine Patienten sich schwertun, über ihre Probleme zu reden. Mir sind, wie den meisten Frauen, Körpergerüche unangenehm. Männer dagegen sind eher stolz auf ihre Ausscheidungen. Aufs Klo gehen war zum Beispiel noch nie ein Lieblingsgesprächsthema für mich.

Wie gelingt es Ihnen, Patienten Schamgefühle zu nehmen?

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