HOME

Stern Logo Ratgeber Allergie

Allergischer Schock: 15-Jährige isst Baguette am Flughafen – Stunden später ist sie tot

Eine Schülerin ist gestorben, nachdem sie am Flughafen ein Baguette gegessen hat. Die 15-Jährige Britin war mit ihrem Vater und einer Freundin auf dem Weg von London nach Nizza, als sie im Flieger kollabierte. Wenige Stunden später war sie tot.

Eine 15-Jährige erlitt einen Allergie-Schock durch ein Baguette

Die Schülerin holte sich am Flughafen ein Baguette und erlitt einen Allergie-Schock (Symbolfoto)

Getty Images

Eine 15-jährige Schülerin ist auf dem Weg in die Ferien verstorben. Die Britin war mit ihrem Vater und einer Freundin am Flughafen Heathrow. Dort hatte sie sich laut einem Bericht der "Daily Mail" bei der Restaurantkette Pret-A-Manger ein Sandwich mit Oliven und Artischocken gekauft und kurz vor dem boarden gegessen. Während des Fluges nach Nizza klagte sie zunächst über einen juckenden Hals. 20 Minuten später war ihr Körper mit roten Pusteln übersät.

Ihr Vater nahm das Mädchen mit auf die Toilette und verabreichte ihr zwei Injektionen mit Hilfe eines Epipens. Doch ihr Zustand verschlechterte sich. Laut Bericht kollabierte die Schülerin und erlitt einen Herzstillstand. Ein junger Arzt an Bord verabreichte ihr Adrenalin und versuchte, sie wiederzubeleben. Zwar kam das Mädchen noch einmal zu sich, starb jedoch später am Abend in einem Krankenhaus in Nizza.

Chef von Pret-A-Manger entschuldigt sich

Der Vorfall ereignete sich bereits im Juli 2016, doch erst jetzt wurde er gerichtlich untersucht. Denn wie sich später herausstellte, erlitt das Mädchen einen schweren Allergie-Schock. In dem Sandwich wurden Sesamsamen verbacken, auf die ihr Körper sehr stark reagierte. Der Vater gibt der Sandwich-Kette die Schuld am Tod seiner Tochter, da sie nicht ausreichend auf die Inhaltsstoffe hingewiesen hätte.

Derzeit müssen Lebensmittelfirmen, die wie Pret-A-Manger ihre Sandwiches im Laden frisch zubereiten, ihre Produkte nicht einzeln mit Allergen- oder Inhaltsstoffen auszeichnen, sondern nur Angaben über die Füllung, beziehungsweise den Belag machen und in Regalen oder an den Kassen darauf hinweisen, dass sich Allergiker an das Personal wenden sollen.

Der Gerichtsmediziner sagte vor Gericht aus, die Allergie-Informationen auf der Verpackung und die Hinweise an den Kühlregalen seien unzureichend gewesen. 

Der Geschäftsführer von Pret-A-Manger, Clive Schlee, entschuldigte sich bei der Familie: "Es tut uns zutiefst leid. (…) Wir werden aus diesem Vorfall lernen. Wir alle bei Pret-A-Manger wollen, dass sich aus dieser Tragödie, eine bedeutungsvolle Veränderung ergibt und werden sicherstellen, dass es funktioniert."

PET, PV/PS und Co.: Plastikflaschen: So erkennen Sie, ob giftige Substanzen verwendet wurden
jek