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Anhörung im Ethikrat Experten sprechen sich für Beschneidung unter Bedingungen aus


Rechtswidrige Körperverletzung oder religiöses Grundrecht? Der Ethikrat tagt aktuell zum umstrittenen Beschneidungsthema. Unter bestimmten Auflagen, so Experten, solle der Eingriff erlaubt werden.

Bei einer Anhörung im Ethikrat zum umstrittenen Thema Beschneidung haben sich Experten für die gesetzliche Erlaubnis unter bestimmten Bedingungen ausgesprochen. Notwendig sei eine umfassende Aufklärung ebenso wie die fachgerechte medizinische Ausführung. Die Zustimmung beider Erziehungsberechtigten sollte erforderlich sein, der Einsatz von schmerzmindernden Mitteln erlaubt werden, bilanzierte Christiane Woopen, die Vorsitzende des Deutschen Ethikrats, die öffentliche Anhörung am Donnerstag in Berlin.

Die Debatte über die bei Juden und Muslimen übliche Beschneidung von männlichen Neugeborenen oder Kindern war durch ein Urteil des Landgerichts Köln im Juni ausgelöst worden. Das Gericht hatte die Beschneidung als "rechtswidrige Körperverletzung" und damit als grundsätzlich strafbar bewertet. Der Bundestag hatte daraufhin in einer Resolution die Straffreiheit gefordert. Im Herbst soll eine gesetzliche Regelung gefunden werden.

DPA DPA

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