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Ungewöhnliche Therapie Spezieller Simulator hilft jungen ADHS-Patienten beim Autofahren

Sehen Sie im Video: Fahrsimulator soll Jugendlichen mit ADHS helfen.






Über 3 Millionen Jugendliche in den USA sind Medizinern zufolge schätzungsweise mit ADHS diagnostiziert worden. Die Aufmerksamkeitsdefizit- und Hyperaktivitätsstörung dürfte auch hierzulande weit verbreitet sein: Zwei bis sechs Prozent aller jungen Menschen leidet unter krankhaften Störungen der Aufmerksamkeit und motorischer Unruhe, schätzt das Bundesgesundheitsministerium. Am Steuer gehört diese Gruppe auch zu den risikoreichsten Verkehrsteilnehmern. Eine Computersimulation für jugendliche Fahrer mit ADHS kann sie aber schulen, nicht abzuschweifen und den Blick besser auf die Straße richten zu können. Dabei gibt es eine Rückmeldung, wenn der Blick zwei Sekunden oder länger von der Straße abschweift. O-Ton Studienleiter Dr. Jeffrey Epstein vom Cincinnati Children's Hospital Medical Center. "Wir haben herausgefunden, dass diese Methode die langen Blicke von der Fahrbahn weg deutlich reduziert hat, sowohl während des simulierten Fahrens als auch während des realen Fahrens. Dazu hatten wir Kameras zur Blickverfolgung für ein Jahr auch in den Autos von Jugendlichen montiert. Wir sahen einen sehr signifikanten Rückgang der Anzahl dieser abschweifenden Blicke weg von der Fahrbahn bei den Kindern mit ADHS." Binnen eines Jahres nach dem Training waren Zusammenstöße und Beinahe-Zusammenstöße deutlich seltener als in einer Kontrollgruppe. Frühere Untersuchungen haben gezeigt, dass jugendliche Fahrer mit ADHS doppelt so häufig in Autounfälle verwickelt sind wie neurotypische Jugendliche.
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Am Steuer gehören junge Menschen mit Aufmerksamkeitsdefizit- und Hyperaktivitätsstörung zu den risikoreichsten Verkehrsteilnehmern. Nun sollen ADHS-Patienten im Simulator trainieren, um besser Auto zu fahren.

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