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Bundesgesundheitsministerium: Jeder vierte Deutsche ist fettsüchtig

Ein Report des Bundesgesundheitsministerium enthüllt ein zweigleisige Entwicklung: Deutschland wird eine Zwei-Klassen-Gesellschaft, wenn es um das Körpergewicht geht.

Die Zahl der Ultra-Dicken in Deutschland steigt rapide. Dies ergab eine aktuelle Untersuchung im Auftrag des Bundesgesundheitsministeriums, wie das Magazin "Focus" berichtete. Im Vergleich zu der Vorgängerstudie, dem Bundes-Gesundheitssurvey von 1998, stieg demnach zwar der Anteil der körperlich aktiven Bundesbürger deutlich auf etwa die Hälfte der Bevölkerung. Zugleich nahm aber auch die Zahl der Ultra-Dicken deutlich zu: Ein knappes Viertel geht demnach mit einem Body-Mass-Index von mehr als 30 durchs Leben und gilt damit als fettsüchtig.

1998 lag dieser Wert dem Bericht zufolge bei den Männern um knapp zwanzig Prozent und bei den Frauen um knapp drei Prozent niedriger. Als mögliche Erklärung für den gleichzeitigen Anstieg von körperlicher Aktivität und der Zahl der Ultra-Dicken gilt laut "Focus" ein zu großes Vertrauen in die Wirkung mäßiger körperlicher Ertüchtigung. Die von der Weltgesundheitsorganisation WHO empfohlenen 2,5 Stunden körperlicher Betätigung pro Woche erreichten jedenfalls nur 25 Prozent der männlichen und 15 Prozent der weiblichen Probanden. In die Untersuchung wurden mehr als 8000 Deutsche einbezogen.

ono/AFP / AFP

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