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Zum Nachlesen Lockdown verlängert und verschärft: noch weniger Kontakte, eingeschränkte Bewegungsfreiheit

Lockdown verlängert und verschärft: Sehen Sie hier die Pressekonferenz in voller Länge.
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Lockdown, Schulen, Impfungen – Bund und Länder haben bei einem Gipfeltreffen weitreichende Verschärfungen zur Bewältigung der Coronavirus-Pandemie beschlossen. Der stern-Liveblog zum Tag der Entscheidung zum Nachlesen.

Tag der Entscheidung – wieder einmal. Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Regierungschefs und -chefinnen der Länder haben erneut in einer Schaltkonferenz über das weitere Vorgehen in der Coronavirus-Pandemie beraten. 

Der sogenannte Lockdown soll bis zum 31. Januar verlängert werden, das öffentliche Leben bleibt damit eingeschränkt. Auf Menschen in Landkreisen mit sehr hohen Corona-Infektionszahlen kommt eine drastische Beschränkung ihrer Bewegungsfreiheit zu. Die Kontaktbeschränkungen werden weiter verschärft. 

Zahl der Coronavirus-Infektionen weiter gestiegen

Wegen weiter hoher Corona-Infektionszahlen wird der Lockdown an Schulen und Kitas ebenfalls bis Ende Januar verlängert. Zuvor, am Montag, einigte sich die Kultusministerkonferenz darauf, den Regelbetrieb vorerst nicht wieder aufzunehmen.

Die weiterhin hohen Zahlen stützen die Haltung von Bund und Ländern: Das Robert-Koch-Institut verzeichnete zuletzt 11.897 neue Coronavirus-Infektionen binnen 24 Stunden. 944 Tote im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung wurden registriert (inklusive Nachmeldungen). Die bundesweite sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz beträgt 134,7.

Wir haben Sie über alle Entwicklungen rund um den Corona-Gipfel auf dem Laufenden gehalten. Der stern-Liveblog zum Nachlesen:

Live Blog

Bund-Länder-Beratungen zur Corona-Lage im Liveblog

  • Daniel Wüstenberg
    • Daniel Wüstenberg

    Damit ist die Pressekonferenz beendet. Bei stern.de informieren wir Sie weiter zuverlässig über alle aktuellen Entwicklungen des Abends, mit Kommentaren, Analysen und Hintergründe.

    Vielen Dank fürs Lesen und bleiben Sie gesund!

  • Daniel Wüstenberg
    • Daniel Wüstenberg

    So, ein langer und wichtiger Tag in Berlin neigt sich gen Ende. Wir fassen zum Abschluss der Pressekonferenz von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), Berlins Regierendem Bürgermeister Michael Müller (SPD) und Bayerns Ministerpräsidenten Markus Söder (CDU) die wichtigsten Beschlüsse von Bund und Ländern zur weiteren Bewältigung der Coronavirus-Pandemie noch einmal zusammen.

    Zunächst bleiben die bestehenden Auflagen bis Ende Januar in Kraft. Neu kommen hinzu:

    - Kontakte: Die Kontaktbeschränkungen werden verschärft. Künftig sind Treffen jenseits des eigenen Haushalts nur noch mit einer weiteren Person erlaubt. Ausnahmen für Kinder sind offenbar nicht vorgesehen.

    - Betriebskantinen: Betriebskantinen dürfen allenfalls noch Speisen und Getränke zum Mitnehmen anbieten.

    - Mobilität: In Landkreisen, in denen binnen sieben Tagen mehr als 200 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner gemeldet wurden, sollen sich Menschen ohne triftigen Grund nicht mehr als 15 Kilometer von ihrem Wohnort entfernen dürfen. "Tagestouristische Ausflüge stellen explizit keinen triftigen Grund dar."

    - Impfungen: Bis spätestens Mitte Februar sollen sich alle Bewohner von stationären Pflegeeinrichtungen impfen lassen können. Bis zum 1. Februar sollen etwa vier Millionen Impfdosen ausgeliefert worden sein.

    - Kinderkrankengeld: Normalerweise erhält jedes Elternteil pro Jahr für bis zu zehn Arbeitstage Kinderkrankengeld, Alleinerziehende für bis zu 20 Tagen. Vorübergehend soll der Zeitraum auf 20 beziehungsweise 40 Tage steigen. Der Anspruch gilt auch, wenn das Kind wegen Corona nicht in die Schule oder Kita gehen kann.

    - Einreisen: Wer aus einem ausländischen Risikogebiet einreist, muss sich künftig bei der Einreise testen lassen oder in den 48 Stunden davor. Die Pflicht zu einer zehntägigen Quarantäne, die ab dem fünften Tag durch einen negativen Test beendet werden kann, bleibt bestehen.

    Die Länder müssen die Regeln nun noch in Verordnungen und Gesetze gießen, ehe sie dann in Kraft treten.

  • Daniel Wüstenberg
    • Daniel Wüstenberg

    Außerdem ging es um das Thema Reisen:

    Die Regeln für Einreisende aus Corona-Risikogebieten im Ausland werden noch einmal verschärft. Ab dem 11. Januar müssen sie nicht nur für zehn Tage in Quarantäne, sondern sich auch 48 Stunden vor oder unmittelbar nach Einreise zwingend auf das Virus testen lassen. Die Quarantäne kann auch künftig durch einen zweiten Test nach fünf Tagen verkürzt werden, falls dieser negativ ausfällt.

    Die Bundesregierung hat inzwischen etwa 150 der rund 200 Länder weltweit zu Corona-Risikogebieten erklärt und warnt vor Reisen dorthin.

  • Daniel Wüstenberg
    • Daniel Wüstenberg

    Ein weitere Beschluss, wichtig für Mütter und Väter:

    Eltern sollen sich in diesem Jahr doppelt so lange für Kinder krankschreiben lassen dürfen wie üblich. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten der Länder haben sich bei ihrer Videoschalte darauf verständigt, das sogenannte Kinderkrankengeld pro Elternteil wegen der Corona-Pandemie von 10 auf 20 Tage zu erhöhen. Alleinerziehende können es demnach für 40 statt 20 Tage erhalten.

  • Daniel Wüstenberg
    • Daniel Wüstenberg

    Wegen weiter hoher Corona-Infektionszahlen wird zudem der Lockdown an Schulen und Kitas bis Ende Januar verlängert.

  • Daniel Wüstenberg
    • Daniel Wüstenberg

    Die Kontaktbeschränkungen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie werden wegen der weiter hohen Infektionszahlen verschärft. Künftig sind private Zusammenkünfte nur noch im Kreis der Angehörigen des eigenen Hausstandes und mit maximal einer weiteren nicht im Haushalt lebenden Person gestattet. Darauf haben sich Bund und Länder bei ihren Beratungen in Berlin verständigt, wie aus ihrem Beschlusspapier hervorgeht.

  • Daniel Wüstenberg
    • Daniel Wüstenberg

    Auf Menschen in Landkreisen mit sehr hohen Corona-Infektionszahlen kommt eine drastische Beschränkung ihrer Bewegungsfreiheit zu. Ab einer 7-Tage-Inzidenz von über 200 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern sollen die Länder lokale Maßnahmen ergreifen, um den Bewegungsradius auf 15 Kilometer um den Wohnort zu begrenzen, sofern kein triftiger Grund vorliegt. Darauf haben sich Bund und Länder bei ihren Beratungen in Berlin verständigt, wie aus ihrem Beschlusspapier hervorgeht.

  • Florian Schillat
    • Florian Schillat

    So werden etwa die Kontaktbeschränkungen verschärft. Demnach dürfe man sich nur noch mit einer weiteren Person eines anderen Haushaltes treffen, so Kanzlerin Merkel. Zuvor waren bis zu fünf Kontaktpersonen erlaubt, wenn diese in einem zweiten Haushalt zusammenlebten.

  • Daniel Wüstenberg
    • Daniel Wüstenberg

    Jetzt ist es amtlich:

    Der Lockdown zur Bekämpfung der Corona-Pandemie wird wegen weiter hoher Infektionszahlen bis zum 31. Januar verlängert. Darauf haben sich Bund und Länder bei ihren Beratungen in Berlin verständigt, wie aus ihrem Beschlusspapier hervorgeht und Bundeskanzlerin Angela Merkel auf der Presekonferenz sagte.

  • Florian Schillat
    • Florian Schillat

    Und los gehts: Bundeskanzlerin Angela Merkel und Michael Müller, Regierender Bürgermeister in Berlin, und Markus Söder, Ministerpräsident von Bayern, treten vor die Kameras.

  • Daniel Wüstenberg
    • Daniel Wüstenberg

    In Kürze soll die Pressekonferenz in Berlin starten, schreibt Regierungssprecher Steffen Seibert bei Twitter.

  • Daniel Wüstenberg
    • Daniel Wüstenberg

    Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer hat am Rande der noch laufenden Bund-Länder-Beratungen die Verlängerung des Corona-Lockdowns bestätigt. Dass die Corona-Beschränkungen bis 31. Januar verlängert werden sollen, "ist ein Teil des Beschlusses", sagte Dreyer, die am frühen Abend ihre Teilnahme an dem Gipfel für einen Neujahrsempfang unterbrochen hatte. Es gehe vor allem darum, die Belastungen für die Krankenhäuser zu begrenzen und die Infektionszahlen zu senken. Der bisherige Shutdown zeige erste Wirkungen, sagte Dreyer. Es gebe aber "nach wie vor viel zu hohe Inzidenzen".

  • Daniel Wüstenberg
    • Daniel Wüstenberg

    Zwischendurch gibt es gute Nachrichten von der Impfstoff-Front:

    Biontech-Forscher Ugur Sahin hat sich zuversichtlich geäußert, dass der von seinem Unternehmen entwickelte
    Corona-Impfstoff in diesem Jahr in ausreichender Menge bereitgestellt werden kann. Bei einem digitalen Neujahrsempfang der rheinland-pfälzischen Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) kündigte der Biontech-Mitgründer an, "dass wir bis Sommer ausreichend Impfstoff bereitstellen können", so dass alle geimpft werden könnten, die dies wünschten.

  • Daniel Wüstenberg
    • Daniel Wüstenberg

    Falls Sie auf Neuigkeiten warten: Derzeit gibt es keine. In Berlin warten die Journalisten auf den Beginn der Pressekonferenz, auf denen die bislang durchgesickerten Beschlüsse dann offiziell verkündet werden sollen.

    Wir halten Sie auf dem Laufenden.

  • Tim Sohr
    • Tim Sohr

    Der erneute Lockdown im Dezember hat die Gewinne von Unternehmen laut einer Studie insgesamt übrigens nicht spürbar belastet. Im Gesamtjahr 2020 wird nach Berechnungen des German Business Panels der Universität Mannheim mit einem Rückgang der Firmengewinne in Deutschland um 16,6 Prozent gerechnet. Dieser Wert habe sich gegenüber dem Sommer leicht erholt und sei durch die Verschärfung des Lockdowns Mitte Dezember nicht spürbar gedrückt worden, heißt es in der vorgelegten Studie. Die Ergebnisse basieren auf einer Unternehmensbefragung mit knapp 15.000 Interviews von Juli bis September sowie November bis Dezember 2020. Mehr als 1000 Firmen aus rund 110 Branchen wurden befragt.

DPA AFP

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