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News zur Corona-Pandemie Spahn beteuert: Mehr als genug Schnelltests verfügbar

News zur Corona-Pandemie: Spahn beteuert: Mehr als genug Schnelltests verfügbar
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Mehr als 10.500 Corona-Neuinfektionen in Deutschland +++ Städte und Gemeinden fordern von Bund Klärung zentraler Fragen bei Schnelltests +++ Die Nachrichten zur Coronavirus-Pandemie im stern-Ticker.

Aldi-Deutschlandchef ist "stolz" auf Schnelltest-Angebot

Der Discounter Aldi begrenzt den am Samstag beginnenden Verkauf von Corona-Selbsttests auf eine Packung pro Kundin oder Kunde. "Wir appellieren hier auch wieder ein Stück weit an die Solidarität unserer Kunden", sagte der Deutschlandchef von Aldi Nord, Nicolás de Lope, am Freitag dem Sender RTL/ntv. In einer Packung befinden sich fünf Tests; sie kostet 25 Euro.

De Lope sagte dem Sender, er sei "wirklich stolz auf die Mitarbeiter, insbesondere des Einkaufes und der Logistik, die auch jetzt noch sehr, sehr hart daran arbeiten, dass auch morgen wirklich die Ware in allen Märkten ist". Aldi wolle als "Grundversorger" einen Beitrag leisten. 

Italien registriert höchste Totenzahl seit dem Zweiten Weltkrieg

Italien hat im Pandemie-Jahr 2020 nach offiziellen Angaben die höchste Totenzahl seit dem Zweiten Weltkrieg verzeichnet. Insgesamt habe es im Vorjahr 746.146 Sterbefälle gegeben - und damit über 15 Prozent mehr als im Durchschnitt der Jahre 2015 bis 2019, teilte das Statistikamt Istat in Rom am Freitag mit.

Nachdem die erste große Corona-Welle das 60-Millionen-Einwohner-Land Ende Februar 2020 getroffen hatte, ermittelten die Fachleute auch die sogenannte Übersterblichkeit für die Monate März bis Dezember. In dieser Phase starben den Angaben zufolge gut 20 Prozent mehr Menschen als im Schnitt der Jahre 2015 bis 2019. Das waren mehr als 108 000 Tote. Wobei dieser Wert nicht bedeutet, dass dies die Zahl zusätzlicher direkter Covid-19-Opfer war. Experten hatten schon früher darauf hingewiesen, dass es auch vermehrt Tote unter anderem wegen der Überlastung des Krankenhaussystems gegeben haben könnte.

Nach fast halbem Jahr Isolation: Moskaus Alte dürfen wieder raus

Nach fast einem halben Jahr hebt Russlands Hauptstadt Moskau die behördlich verordnete Corona-Quarantäne für Senioren auf. Ab kommendem Montag sei die häusliche Selbstisolation für die über 65-Jährigen sowie für Menschen mit chronischen Krankheiten zwar noch empfohlen, aber nicht mehr verpflichtend, schrieb Moskaus Bürgermeister Sergej Sobjanin am Freitag auf seinem Internetblog. Seit Ende September hatten diese beiden Bevölkerungsgruppen in Europas größter Metropole ihre Wohnungen nicht mehr ohne besondere Notwendigkeit verlassen dürfen.

Die Behörden melden für Moskau - ebenso wie für ganz Russland - seit Wochen zurückgehende Corona-Fallzahlen. Bei geringerer Auslastung haben in der Hauptstadt Kinos, Theater, Museen und Bibliotheken bereits seit längerem wieder geöffnet. Auch Restaurants, Bars und Nachtclubs dürfen Besucher empfangen.

Schweiz will jetzt landesweit gratis Corona-Tests anbieten

Nach langem Zögern und Preisen für Corona-Tests von umgerechnet mehr als 150 Euro vollzieht die Schweiz nun eine Kehrtwende: Ab Mitte März sollen sich alle Menschen gratis auf das Coronavirus testen lassen können, auch Grenzgänger. Diese Pläne stellte die Regierung am Freitag vor. Die endgültige Entscheidung soll am 12. März fallen. Das Programm kostet bei 8,6 Millionen Einwohnern in diesem Jahr gut eine Milliarde Franken (900 Millionen Euro). Auch soll jede Person fünf Selbsttests für zuhause pro Monat gratis bekommen, sobald verlässliche Tests dieser Art zur Verfügung stehen.

Japanische Regierung verlängert Corona-Ausnahmezustand in Tokio

Die japanische Regierung hat den Corona-Ausnahmezustand im Großraum Tokio erneut verlängert. Der Ausnahmezustand in der Hauptstadt und den drei benachbarten Präfekturen Saitama, Chiba und Kanagawa werde um zwei Wochen bis zum 21. März verlängert, verkündete Ministerpräsident Yoshihide Suga am Freitag. Nur vier Tage später soll in der Präfektur Fukushima im Nordosten Japans der Fackellauf für die Olympischen Spiele beginnen.

Schweiz gedenkt mit Schweigeminute und Glockengeläut der Corona-Toten

Mit einer Schweigeminute und Glockengeläut hat die Schweiz der mehr als 9000 Corona-Toten in dem Land gedacht. Bundespräsident Guy Parmelin forderte die Menschen am Freitag zum Innehalten für die Toten und die Hinterbliebenen auf. Genau ein Jahr, nachdem in der Schweiz der erste Todesfall bekannt geworden war, läuteten danach im ganzen Land die Kirchenglocken. "Halten wir inne in Gedanken an die Opfer der Pandemie. Gedenken wir der Menschen, die weiterhin für ihre Gesundheit und ihre Arbeit kämpfen", sagte Parmelin in einer Video-Botschaft.

Südafrikanische Corona-Variante erstmals in Rumänien nachgewiesen

 In Rumänien ist erstmals die hochansteckende südafrikanische Variante B.1.351 des Coronavirus nachgewiesen worden. Es handle sich um zwei Fälle, teilte das Nationale Institut für Öffentliche Gesundheit am Freitag mit. Bei einer Patientin aus Bukarest und einem Patienten aus der südrumänischen Region Arges habe ein privates Labor die Mutante festgestellt.

Spitzengespräch zu Corona-Schnelltests in Betrieben abgesagt

Eine für diesen Freitag geplante Gesprächsrunde der Bundesregierung mit Wirtschafts- und Gewerkschaftsvertretern zum Thema Corona-Schnelltests in Betrieben ist abgesagt worden. Es gebe noch offene Fragen und es seien noch weitere Vorarbeiten nötig, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert in Berlin. Daher entfalle die für den Nachmittag geplante Videokonferenz.

Bei den Bund-Länder-Beratungen am Mittwoch war beschlossen worden, dass die Unternehmen "als gesamtgesellschaftlichen Beitrag ihren in Präsenz Beschäftigten pro Woche das Angebot von mindestens einem kostenlosen Schnelltest machen". Dazu werde die Bundesregierung mit der Wirtschaft "noch in dieser Woche abschließend beraten", hieß es in dem Beschlusspapier.

Estlands Staatspräsidentin gegen Corona geimpft

Estlands Präsidentin Kersti Kaljulaid hat sich gegen Corona impfen lassen. Das Staatsoberhaupt des baltischen EU- und Nato-Landes erhielt am Freitag im Regionalkrankenhaus Nordestland in der Hauptstadt Tallinn die erste von zwei Dosen des Impfstoffs von Astrazeneca. Dies teilte die 51-jährige auf Facebook mit. Kaljulaid appellierte an die Bürger Estlands, es ihr wenn immer möglich nachzutun, um wieder zu Normalität zurückkehren zu können.

Schweden will bis zum Sommer Impfbescheinigung einführen

Die schwedische Regierung hat sich zum Ziel gesetzt, bis zum Sommer ein digitales System für den Nachweis von Impfungen zu entwickeln. Digitalisierungsminister Anders Ygeman sagte am Freitag, jeder Schwede, der gegen das Covid-19-Virus geimpft wurde, soll dafür eine international gültige Bestätigung bekommen, entweder als App oder ein Dokument zum Herunterladen.

Ygeman sagte er, er gehe davon aus, dass Reiseunternehmen und Länder in Zukunft einen entsprechenden Impfnachweis verlangen werden. Es sei aber auch vorstellbar, dass man beim Besuch eines Friseurs, Masseurs oder eines Restaurants oder Konzerts einen entsprechenden Nachweis brauche.

Zypern lässt ab Mai geimpfte Touristen aus Großbitannien einreisen

Zypern will ab Mai wieder Touristen aus Großbritannien einreisen lassen, die gegen das Coronavirus geimpft sind. Britische Staatsbürger, die mit einem in der EU zugelassenen Vakzin geimpft seien, könnten ab dem 1. Mai problemlos einreisen, sagte Tourismusminister Savvas Perdios laut der Nachrichtenagentur CNA. Ein negativer Corona-Test oder eine Quarantäne sei für sie dann nicht mehr nötig.Die Corona-Pandemie hat den Tourismus auf der Mittelmeerinsel hart getroffen. Nach fast vier Millionen Besuchern im Jahr 2019 kamen im vergangenen Jahr nur 631.609 Touristen nach Zypern.

Steinmeier: 70.000 Corona-Tote sind "erschütternde Dimension"

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat an die vielen Menschen erinnert, die in Deutschland im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie gestorben sind. Mehr als 70.000 Menschen seien dem Virus bereits zum Opfer gefallen - "das ist und das bleibt eine erschütternde, verstörende Dimension", sagte das Staatsoberhaupt in Berlin bei einem Gespräch mit Hinterbliebenen.

Hinter jeder einzelnen Zahl stehe ein Schicksal, stehe ein Mensch, der von uns gegangen sei. "Dahinter stehen Menschen, die ihre Liebsten verloren haben, Menschen, die gebangt, gezittert, gekämpft haben, die sich manchmal nicht einmal verabschieden konnten. Dahinter stehen unendliche Trauer und unendlicher Schmerz und ja, manchmal auch Bitterkeit." Viele Menschen hätten von ihren Liebsten nur im allerkleinsten Kreis Abschied nehmen können, selbst nächste Verwandte und Freunde seien von der Trauerfeier ausgeschlossen worden.

Kretschmann beklagt "ernste Versäumnisse" bei Selbsttests im Bund

Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann hat dem Bund "ernste Versäumnisse" wegen der späten Bestellung von Corona-Selbsttests vorgehalten. Er verstehe nicht, warum der Bund hier nicht schneller und umfangreicher gehandelt habe, sagte der Grüne bei der Sondersitzung des Landtags in Stuttgart zu den Corona-Beschlüssen von Bund und Ländern. "Da ist leider noch nichts passiert." Erst seit kurzem gebe es eine gemeinsame Plattform von Bund und Ländern, um Schnelltests in großem Stil zu bestellen. "Wir verlieren da leider wieder wertvolle Zeit", beklagte Kretschmann.

USA verzeichnen erstmals seit Oktober weniger als 40.000 Corona-Neuinfektionen

Zum ersten Mal seit Oktober haben die USA weniger als 40.000 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages verzeichnet. Während die Infektionszahlen in vielen europäischen Ländern wieder stark ansteigen, registrierte die Johns-Hopkins-Universität in Baltimore am Donnerstag den niedrigsten Wert seit fünf Monaten. Amnesty International beklagte unterdessen den Tod von mindestens 17.000 Mitarbeitern im Gesundheitswesen weltweit.

Der bisherige Höchstwert von fast 300.000 Neuinfektionen binnen 24 Stunden war in den USA am 8. Januar verzeichnet worden. Ausgelöst wurde der starke Anstieg durch eine Reisewelle rund um die Feiertage zu Thanksgiving und Weihnachten. Neben den Infektionszahlen sind mittlerweile auch die Todesfälle und Krankenhauseinweisungen rückläufig.

Lockdown in Auckland wird nach einer Woche wieder aufgehoben

Nach der Klärung neuer Corona-Fälle in Auckland wird ein Lockdown in Neuseelands größter Stadt nach einer Woche wieder aufgehoben. Die Maßnahmen enden am Sonntagmorgen, wie Neuseelands Premierministerin Jacinda Ardern verkündete. Ein neuer Infektionsherd in Auckland sei erfolgreich eindämmt worden, daher dürften nun alle Bewohner der 1,7-Millionen-Einwohner-Stadt wieder ihre Wohnungen verlassen.

Der Lockdown in Auckland war am vergangenen Sonntag verhängt worden - kurz nach einem dreitägigen Lockdown zwei Wochen zuvor. Die Bewohner der Millionen-Metropole auf der neuseeländischen Nordinsel durften ihre Wohnungen nur noch verlassen, um dringende Einkäufe zu erledigen oder zur Arbeit zu gehen. Schulen und die meisten Geschäfte wurden geschlossen, die Ein- und Ausreise aus der Stadt wurde eingeschränkt.

NRW holt vor den Osterferien alle Schüler schrittweise zurück

Nordrhein-Westfalen holt ab 15. März auch alle Schüler der weiterführenden Schulen zumindest tageweise in die Klassen zurück. Geplant sei vorerst bis zu den Osterferien ein Unterricht bei halbierter Klassenstärke im Wechselmodus, schrieb das Schulministerium des bevölkerungsreichsten Bundeslandes in einer Mail an die Schulen. Kein Schüler solle dabei länger als eine Woche ohne Präsenzunterricht sein.

Für die Grundschüler und Förderschüler der Primarstufe, die bereits am 22. Februar als erste wieder in halber Klassenstärke und im Wechselmodus in die Schulen zurückgekehrt waren, bleibe es dabei. "Die derzeit geltenden Vorgaben für die Ausgestaltung des Wechsels aus Präsenz- und Distanzunterricht werden unverändert bis zu den Osterferien 2021 fortgesetzt." Auch die Abschlussjahrgänge hatten am 22. Februar bereits zu den ersten Rückkehrern gehört.

Bundespräsident Steinmeier ruft zum gemeinsamen Gedenken für Corona-Opfer auf

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat zum gemeinsamen Gedenken für die Opfer der Corona-Pandemie aufgerufen. Viele Menschen im Land seien seinem Aufruf gefolgt, als Zeichen der Trauer und Anteilnahme ein Licht ins Fenster zu stellen, sagte Steinmeier bei einem Treffen mit Hinterbliebenen im Schloss Bellevue in Berlin. Dafür sei er sehr dankbar. "Ich glaube aber, dass wir der Verstorbenen auch gemeinsam, als Gemeinschaft gedenken sollten."

Steinmeier rief dazu für den 18. April auf. An diesem Tag ist eine Gedenkfeier der Staatsspitze mit Hinterbliebenen geplant. "Und ich würde mich freuen, wenn an diesem Tag die Menschen überall in unserem Land der Verstorbenen gedenken." Als Bundespräsident halte er es für sehr wichtig, dass innegehalten werde, um gemeinsam in Würde Abschied zu nehmen von den Verstorbenen in der Zeit der Pandemie - auch von jenen, die nicht dem Virus zum Opfer gefallen seien, aber genauso einsam gestorben seien, sagte Steinmeier.

Eilantrag erfolglos - Keine sofortige Corona-Impfung für Krebskranken

Das Bundesverfassungsgericht hat den Eilantrag eines älteren krebskranken Mannes aus Bayern abgewiesen, der vor seiner Chemotherapie sofort gegen das Coronavirus geimpft werden wollte. Der Mann, der eigentlich erst in der zweiten Impfgruppe an der Reihe ist, habe "nicht hinreichend nachvollziehbar vorgetragen", warum ihm durch das Abwarten ein schwerer Nachteil entstehe, heißt es in der Entscheidung. Der Beschluss vom 22. Februar wurde in Karlsruhe veröffentlicht. (Az. 1 BvQ 15/21)

Spahn: Mehr als genug Schnelltests verfügbar

Vor dem geplanten Start massenhafter Corona-Schnelltests ist Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) Befürchtungen über einen möglichen Mangel an ausreichenden Tests entgegengetreten. "Von diesen Schnelltests sind mehr als genug da, sie sind verfügbar, sind einfach bestellbar", sagte Spahn in Berlin. "Die Hersteller sagen uns, dass die Lager voll sind."

Ab Montag will der Bund für alle Bürger mindestens einmal pro Woche einen Schnelltests finanzieren. Getestet werden soll in lokalen Testzentren, welche die Kommunen mit Partnern organisieren. Zudem sollen das Personal in Schulen und Kitas sowie Schülerinnen und Schüler in jeder Präsenzwoche mindestens einen kostenlosen Schnelltest erhalten.

Die kostenlosen Schnelltests würden nicht überall gleich am Montag verfügbar sein, sagte Spahn. Er sei aber zuversichtlich, dass das Angebot zügig vor Ort umgesetzt werden könne. Jedes Testzentrum wisse, wo die bereits seit längerem verfügbaren Antigen-Schnelltests bestellbar seien.

Corona-Pressekonferenz in Berlin: "Es wird schwieriger, das Virus im Zaum zu halten" – RKI-Chef Wieler warnt vor Mutanten

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU), Lothar Wieler, der Präsident des Robert-Koch-Instituts (RKI), und Nordrhein-Westfalens Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) informieren in der Bundespressekonferenz in Berlin über die aktuelle Lage in der Coronavirus-Pandemie.

Spahn verteidigt die Entscheidungen von Bund und Ländern am Montag und kündigt eine deutliche Ausweitung vom Tests und Impfungen an. Test-Kits, auch für den Selbsttest, seien "mehr als genug" verfügbar, die Impfstoffverfügbarkeit werde seinen Worten zufolge im April derart hoch, dass die Impfzentren nicht mehr allein für die Impfungen zuständig sein werden. Die Hausärzte sollen dann auch "routinemäßig" in die Impfkampagne eingebunden werden.

RKI-Chef Wieler verweist auf die "besorgniserregende" Ausbreitung der sogenannten britischen Mutante. Auch die sogenannte südafrikanische Variante sei auf dem Vormarsch. "Es wird schwieriger, das Virus im Zaum zu halten." Wieler kündigt verstärkte Analysen von Proben an.

Der RKI-Präsident ruft weiterhin zum konsequenten Einhalten der AHA-Regeln auf, damit der Frühling weniger Infektionen, schwere Erkrankungen und Tote hervorbringt. "Das können wir erreichen."

Wieler appelliert an alle, die ein Impfangebot bekommen haben: "Lassen Sie sich impfen!" Alle zugelassenen Impfstoffe seien sicher und wirksam.

NRW-Ministerpräsident Laumann gibt einen Überblick über den Verlauf der Impfkampagne in seinem Bundesland. Die abgeschlossenen Impfungen in den Pflegeheimen zeigten demnach Wirkung, die Zahl der Infektionen dort sei deutlich zurückgegangen. Von rund 5000 im November auf circa 500 jetzt.

Jetzt gehe es darum, Beschäftigte in Arztpraxen, Behindertenwerkstätten, Lehrer, Erzieher und Polizisten in NRW zu impfen, so Laumann. Ab der letzten März-Woche sollen Hausärzte damit beginnen, chronisch Kranke zu impfen. 

RKI registriert 10.580 Corona-Neuinfektionen und 264 neue Todesfälle

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 10 580 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Zudem wurden innerhalb von 24 Stunden 264 weitere Todesfälle verzeichnet. Das geht aus Zahlen des RKI vom Freitag hervor. Vor genau einer Woche hatte das RKI binnen eines Tages 9997 Neuinfektionen und 394 neue Todesfälle verzeichnet. Die Daten geben den Stand des RKI-Dashboards von 5.20 Uhr wieder, nachträgliche Änderungen oder Ergänzungen sind möglich.

Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) lag laut RKI am Freitagmorgen bundesweit bei 65,4 - und damit etwas höher als am Vortag (64,7). Vor vier Wochen, am 5. Februar, hatte die Inzidenz noch bei 79,9 gelegen. Ihr bisheriger Höchststand war am 22. Dezember mit 197,6 erreicht worden. 

"Nicht verstolpern": Politiker mahnen trotz Öffnungsplan zur Vorsicht

Führende Politiker aus Bund und Ländern haben in der Corona-Pandemie zur Vorsicht gemahnt und daran erinnert, dass die Öffnungsperspektiven nicht unumkehrbar sind. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder sagte am Donnerstagabend in einem ARD-"Extra", in diesem "sehr ausbalancierten Konzept" gebe es Öffnungsperspektiven, aber vorsichtige mit Notbremse. "Es ist keine Einbahnstraße. Wenn die Zahlen wieder schlechter werden, werden die Öffnungen zurückgenommen", stellte Söder klar.

Auch Kanzleramtschef Helge Braun machte im ZDF-"heute journal" deutlich, bei steigenden Zahlen müsse es auch wieder Schließungen geben. "Wir werden nicht noch einmal akzeptieren, dass wir so nah an den Rand der Überlastung unseres Gesundheitswesens kommen wie wir das kurz vor Weihnachten waren", betonte der CDU-Politiker. Die Lockerungsbeschlüsse verteidigte Braun. "Nach vier Monaten braucht die Gesellschaft eine Perspektive", betonte Braun. Zugleich verwies er aber auf den Schutzmechanismus, der bei Überschreitung einer Sieben-Tages-Inzidenz von mehr als 100 auf 100.000 Einwohner wieder in Kraft tritt.

Städte und Gemeinden fordern von Bund Klärung zentraler Fragen bei Schnelltests

Die Verbände von Städten und Gemeinden haben auf eine rasche Klärung zentraler Fragen bei Corona-Schnelltests gepocht. "Damit es Montag losgehen kann, müssen Bund und Länder ausreichend Testkits beschaffen", sagte der Präsident des Deutschen Städtetages und Leipziger Oberbürgermeister, Burkhard Jung (SPD) der "Augsburger Allgemeinen". Die Enttäuschung beim Start der Impfkampagne dürfe sich nicht wiederholen.

Eine Kombo zeigt links Markus Söder und rechts Olaf Scholz. Beide tragen Anzug und sprechen gerade

"Testen und Öffnen sind ein gutes Gespann", sagte Jung dem Blatt. Aber Testen allein sei noch keine Strategie. Den Menschen müsse klar sein, "wofür sie einen bescheinigten negativen Schnelltest brauchen und wie alt er sein darf". Er wolle verhindern, dass Teststationen überrannt würden.

ivi / wue DPA AFP

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