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Darmkeim-Infektionen Hamburg verzeichnet weitere Ehec-Fälle


In Hamburg gibt es zwei neue Ehec-Fälle. Nach dem Tod eines sechsjährigen Mädchens und zwei weiteren erkrankten Kindern wurde der Darmkeim auch bei zwei älteren Frauen nachgewiesen.

Die Zahl der Ehec-Fälle in Hamburg hat sich auf fünf erhöht. Bei einer 68-Jährigen wurde der Darmkeim nachgewiesen, bestätigte die Gesundheitsbehörde am Mittwoch Medienberichte. Die Rentnerin sei am 21. Februar erkrankt und "bereits wieder zuhause". Auch eine 88-jährige Frau sei zu Beginn der vergangenen Woche an Ehec erkrankt. Außerdem hatten sich ein elfjähriger Schüler und ein drei Jahre altes Kita-Kind mit dem Darmkeim infiziert. Beide seien auf dem Weg der Besserung.

Die Gesundheitsbehörde der Hansestadt ist derzeit "vorsichtig positiv gestimmt". "Für eine Entwarnung ist es noch zu früh. Wir sind aber froh, dass wir heute keinen neuen Ehec-Fall haben", sagte ein Sprecher am Mittwoch.

Kein hämolytisch-urämisches Syndrom

Vor eineinhalb Wochen war in Hamburg ein sechsjähriges Mädchen an den Folgen von Ehec gestorben. Das Kind erkrankte allerdings nicht an dem Erregertyp, der im Frühsommer 2011 eine Epidemie auslöste. Bei den Neuerkrankten wurde zudem kein hämolytisch-urämisches Syndrom (HUS) - die schwere Verlaufsform einer Ehec-Infektion - diagnostiziert.

In Deutschland erkrankten nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) in Berlin auch vor dem großen Ehec-Ausbruch im vergangenen Mai 800 bis 1200 Menschen pro Jahr an dem aggressiven Lebensmittelkeim. Es habe jährlich auch einzelne Todesfälle gegeben. In Hamburg zählte die Gesundheitsbehörde im Schnitt gut 20 gemeldete Erkrankungen pro Jahr. Nach Angaben des RKI erkranken vor allem Säuglinge, Kleinkinder, alte oder abwehrgeschwächte Menschen schwer an Ehec.

mlr/DPA DPA

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