Diabetes Frühes Übergewicht erhöht das Risiko


Übergewicht ist bekanntlich ein Risikofaktor für Diabetes. Nun haben Forscher herausgefunden, dass der Zeitpunkt, an dem die Fettpölsterchen angelegt werden, eine wesentliche Rolle spielt.

Wer im Alter zwischen 25 und 40 Jahren zwei bis drei Kilogramm an Gewicht zunimmt, hat nach Erkenntnissen von Forschern des Deutsches Instituts für Ernährungsforschung (DIfE) ein um etwa 25 Prozent erhöhtes Risiko, später an Typ-2-Diabetes zu erkranken.

Bei Frauen deutlich höheres Risiko

Das Risiko steigt mit dem Umfang der Gewichtszunahme in jungen Jahren, fanden die Forscher heraus. Kommen mehr als zwölf Kilogramm zum Normalgewicht hinzu, erhöht sich das Diabetesrisiko bei Männern um das 1,5-fache. Bei Frauen steigt das Risiko den Angaben nach sogar um den Faktor 4,3 an. Legen dagegen beide Geschlechter erst zwischen 40 und 55 Jahren an Gewicht zu, so erhöht sich das damit verbundene Diabetesrisiko um etwa 11 bis 13 Prozent.

Die Wissenschaftler werteten für die Studie Daten von 7720 Männern und 10.371 Frauen aus. Innerhalb einer Beobachtungszeit von sieben Jahren diagnostizierten Ärzte bei 390 Teilnehmern und 303 Teilnehmerinnen einen Typ-2-Diabetes. Die Informationen wurden im Zuge der 1992 gestarteten Epic-Studie erhoben, die Zusammenhänge zwischen Ernährung und Krebs sowie anderen chronischen Erkrankungen aufdecken soll.

Krankheit setzt früher ein

"Das einmal zwischen 25 und 40 Jahren erworbene Übergewicht erhöht das Diabetesrisiko im späten Erwachsenenalter, auch wenn es in diesem Lebensabschnitt zu keiner weiteren Gewichtszunahme mehr kommt", sagt Heiner Boeing, Leiter der Epic-Studie. Zudem bewirke es, dass die Erkrankung um drei bis fünf Jahre früher einsetzt. "Da die Zahl junger übergewichtiger Erwachsener in Deutschland stetig steigt, geben unsere Ergebnisse Anlass zur Sorge. Zudem verdeutlichen sie, wie wichtig es ist, zeitlebens auf sein Gewicht zu achten", sagt Boeing.

DDP DDP

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