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Glukose: Zucker ist Treibstoff für den Körper

Traubenzucker ist lebensnotwendig. Ohne ihn könnte der Mensch nicht atmen, nicht denken, nicht laufen oder lachen. Gehirnzellen verbrauchen rund zehn Esslöffel Glukose pro Tag.

Traubenzucker

Ein Mädchen mit Diabetes 1 isst ein Stück Traubenzucker.

Jeden Tag, jede Sekunde verbrauchen die Zellen des Körpers große Mengen an Energie, damit der Mensch atmen, denken, laufen und lachen kann. Als Treibstoff dient ihnen hauptsächlich Zucker, genauer: Traubenzucker, auch Glukose genannt. Ohne diese Substanz könnte niemand überleben. Allein das Gehirn verbrennt rund 140 Gramm Glukose am Tag. Das entspricht etwa 14 Esslöffeln Zucker.

Damit der Körper richtig funktioniert, muss man ihm den Zucker aber nicht in Reinform zuführen. Der Organismus kann den Brennstoff selbst herstellen - aus verschiedenen Lebensmitteln, etwa aus Brot, Nudeln oder Kartoffeln. Das dauert jedoch eine Weile, denn dafür sind viele Zwischenschritte nötig.

Zwei Teelöffel Zucker im Blut

Am einfachsten ist es, wenn der Körper Glukose, also Traubenzucker, direkt zugeführt bekommt. Süßes gilt nicht ohne Grund als Nervennahrung: Der Zucker gelangt sehr schnell über den Darm ins Blut und von dort aus ins Gehirn. Fast genauso schnell verarbeitet der Körper Haushaltszucker, das sich zu gleichen Teilen aus Glukose und Fruktose (Fruchtzucker) zusammensetzt. Die Stärke in Mehl, Kartoffeln und Nudeln hingegen besteht aus einer Kette von Glukose-Bausteinen, die der Körper im Darm erst spalten muss, um den Brennstoff zu erhalten. Sogar Fette und Eiweiße kann der Organismus in Energie umwandeln. Das gelingt jedoch nur über Umwege und braucht ebenfalls einige Zeit.

Aus dem Darm oder der Leber gelangt der Zucker ins Blut. Bei Gesunden sind zwischen 60 und 140 Milligramm Traubenzucker pro 100 Milliliter Blut enthalten, abhängig davon, ob sie gerade eine Mahlzeit verzehrt haben oder nicht. Eine neuere Maßeinheit bestimmt den Wert in Millimol pro Liter: Bei Gesunden sollten es 3,3 bis 7,8 sein. Hochgerechnet auf den gesamten Körper entspricht das etwa ein bis zwei Teelöffeln Zucker.

Lagern in guten, verbrennen in schlechten Zeiten

Normalerweise nehmen Menschen mehr Zuckerstoffe zu sich als nötig. Einen Teil des Überschusses lagert der Körper in den Muskeln und in der Leber ein, um daraus Fette herzustellen. Fett speichert die Energie und kann gut in Zellen gelagert werden. Der größte Teil des Überschusses landet aber als Speicherzucker, sogenanntes Glykogen, in den Zellen: Bis zu 450 Gramm Glykogen passen in das Zelldepot.

In Notzeiten holt sich der Körper die Energie zunächst aus diesen Zuckerspeichern. Auch nachts, wenn die letzte Mahlzeit lange zurückliegt, greift der Organismus auf Glykogen zurück. Die Zellen können den Speicherzucker jedoch nicht verbrennen, deshalb wandelt die Leber das Glykogen wieder zu Traubenzucker um. Die Muskeln sind nicht so freigebig: Sie bauen Glykogen nur ab, wenn sie selbst Energie benötigen.

Während sich körpereigene Fettdepots sehr lange halten können - das beweisen diätresistente Speckpolster -, reicht die Speicherkapazität für Glykogen nur für etwa 24 Stunden. Dauert die Notzeit länger, etwa während einer Hungerkur, stellt sich der Stoffwechsel auf ein Notprogramm um und produziert den Traubenzucker selbst. Das geschieht hauptsächlich in der Leber, die dann körpereigenes Eiweiß zu Traubenzucker umbaut.

Glukose ist der wichtigste Energielieferant. Hirnzellen und rote Blutkörperchen etwa akzeptieren nur diesen Treibstoff. Andere Zellen vertragen auch andere Zuckerarten: Spermien ernähren sich beispielsweise hauptsächlich von Fruktose.

Dass Fruchtzucker für Diabetespatienten besonders geeignet sein soll, ist übrigens ein Irrtum. Neue Studien zeigen, dass er keinesfalls gesünder ist als Traubenzucker. Denn Fruktose hat genauso viele Kalorien wie Glukose.

Hormone steuern den Zuckerstoffwechsel

Damit der Zucker schnell in die Zellen gebracht, bei Bedarf gelagert oder aus den Depots wieder abgebaut werden kann, bedarf es Wächter. Mehrere Hormone steuern den komplexen Zuckerstoffwechsel, vor allem Insulin und Glukagon.

Insulin stammt aus der Bauchspeicheldrüse. Dieses Hormon hilft dabei, den Zucker aus dem Blut zu den einzelnen Körperzellen zu bringen und sorgt so dafür, dass der Blutzuckerspiegel nach einer Mahlzeit langsam wieder sinkt.

Sein Gegenpart ist das Glukagon. Es spielt in Hunger- und Notzeiten eine große Rolle und sorgt dafür, dass der Speicherzucker Glykogen wieder in die Zellnahrung Glukose zurückgewandelt wird. Auch beim Sport wird Glukagon aktiv, denn dann brauchen die Muskeln mehr Energie. Glukagon hilft beim Abbau muskeleigener Zuckerspeicher.

Andere Hormone können den Zuckerstoffwechsel ebenfalls beeinflussen, zum Beispiel Adrenalin, Cortisol, Somatostatin oder die Schilddrüsenhormone. Adrenalin wird in Stresssituationen, wenn der Körper Energie braucht, ausgeschüttet. Deshalb sorgt es dafür, dass die Leber ihren gespeicherten Zucker, das Glykogen, wieder in brauchbare Zellnahrung umwandelt. Aus demselben Grund sorgt auch das körpereigene Hormon Cortisol oder das Kortison in Medikamenten für einen hohen Blutzuckergehalt: Cortisol ist ein Stresshormon, das in Tabletten enthaltene Kortison hat denselben Effekt.

Nicole Simon
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.
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