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Editorial: Liebe Leserinnen, liebe Leser!

Es war dieser Satz, der uns neugierig machte: "Das Fett", sagte der Münchner Ernährungsmediziner Prof. Hans Haunerin einem Fernsehbeitrag, "kommuniziert rege mit unseren Organen." Fett? Kommuniziert?

Unsere Fettzellen, die wir vornehmlich mit Speckpolstern verbinden, können viel mehr als Bäuche fett machen: Sie steuern lebenswichtige Vorgänge im Körper, zum Beispiel die Immunabwehr. GESUND-LEBEN-Redakteur Torben Müller besuchte Hans Hauner im Else-Kröner-Fresenius-Zentrum für Ernährungsmedizin und fand ein Team von 15 Wissenschaftlern, die sich intensiv den bislang unterschätzten Funktionen der Fettzellen widmen. Sie wollen herausfinden, was passiert, wenn der Körper ständig mit überbordenden Fettmengen überschüttet wird, was diese im Körper anrichten können und warum manche Menschen beispielsweise schon beim Anblick einer Torte zunehmen, während an anderen kein Gramm Fett hängen bleibt (siehe Seite 34). Die Erkenntnisse der Fettforscher belegen einmal mehr, wie wichtig unser Titelthema ist: die gesunde Ernährung.

Welcher Ernährungsstil ist richtig? Und für wen? Wir wissen viel über Nähr- und Schadstoffe in unserem Essen, doch längst nicht jeder hat für sich den idealen Ernäh- rungsstil gefunden. Der eine mag keinen Salat, der andere verträgt kein Vollkorn. Und nicht jeder hat Zeit und Lust, sich immer alles frisch vom Markt zu besorgen. Damit Sie die Ernährungsform finden, die zu Ihnen passt, haben wir 16 Konzepte geprüft - auf medizinischen Gehalt, Praktikabilität und Genussfaktor. Probieren Sie aus, spielen Sie - das eine für alle taugliche Konzept existiert nicht, viele Wege führen zum Ziel.

Wenn Sie uns regelmäßig lesen, haben Sie vielleicht im vorigen Heft die Ankündigung einer Reportage über Zen-Meditation gelesen. Wir haben diese Geschichte wieder aus dem Heft genommen, "geschoben", wie wir das nennen, und dafür das Stück über Posttraumatische Belastungsstörungen gedruckt. Aus Platzgründen mussten wir uns für eines von beiden entscheiden. Die Schicksale der Menschen, deren Erlebnisse wir aufzeichnen durften, fanden wir so eindrucksvoll, dass wir den Beitrag unbedingt jetzt veröffentlichen wollten. Bei denjenigen unserer Leser, die enttäuscht darüber sind, entschuldige ich mich dafür - und verspreche fürs nächste Heft besonderen Lesegenuss mit der Geschichte unseres Autors Jan-Philipp Sendker über Leben und Alltag der Zen- Mönche des Hosen-ji-Tempels in Umahori, einem Vorort Kyotos.

Ihre Sabine Kartte / print
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