Epidemie Vogelgrippe fordert 30.Todesopfer


Nachdem nach dem zehnten Todesfall in Thailand erstmals eine Übertragung von Mensch zu Mensch befürchtet wurde, erlag in Vietnam ein Baby der neuen Krankheit.

Nach Thailand hat auch Vietnam einen weiteren Todesfall infolge der auch für Menschen gefährlichen Vogelgrippe gemeldet. Ein Mitarbeiter des Gesundheitsministeriums sagte am Mittwoch, ein vor drei Wochen verstorbenes Baby sei der Geflügelpest erlegen. Damit starben in Asien seit Anfang dieses Jahres insgesamt 30 Menschen an der Vogelgrippe, zwanzig in Vietnam und zehn in Thailand. Die meisten kamen während einer ersten Krankheitswelle im Frühling ums Leben.

Die thailändische Regierung räumte am Mittwoch Versäumnisse im Kampf gegen die Vogelgrippe ein. Besonders bei der Information von kleinen Geflügelzüchtern auf dem Land gebe es Defizite, sagte am Mittwoch der stellvertretende Gesundheitsminister Chaturon Chaisang. Auch die Zusammenarbeit der verschiedenen Ministerien müsse dringend verbessert werden.

Übertragung von Mensch zu Mensch?

Tags zuvor war bekannt geworden, dass die Vogelgrippe in Thailand einen zehnten Menschen das Leben gekostet hat. Das 26-Jährige Opfer war die Schwester einer Patientin, bei der am Montag Vogelgrippe diagnostiziert wurde. Der Fall deutete auf eine erste Übertragung der Krankheit von Mensch zu Mensch hin. Beide Frauen hatten sich um die kranke Tochter der 26-Jährigen gekümmert, die am 12. September wahrscheinlich ebenfalls an der Vogelgrippe starb.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) erklärte, bislang handele es sich um einen isolierten Fall. Sollte es aber vermehrt Hinweise auf eine Übertragung von Mensch zu Mensch geben, so könnte dies "den Beginn einer Grippe-Pandemie signalisieren".

AP


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