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Stiftung Warentest zu Fastfood-Menüs Wer macht den besten Burger?


Vor allem Jüngere greifen zu Fastfood. Gesund ist das nicht, das ist klar. Trotzdem hat sich Stiftung Warentest angesehen, bei welchem von drei Fastfood-Riesen Burger und Pommes am besten schmecken.

Ernährungsberater können - zu Recht - über Fastfood so viel meckern, wie sie wollen: Gerade Jugendliche greifen dennoch gerne zu Burger, Pommes und Cola. Stiftung Warentest hat daher einmal untersucht, wer die besten Dickmacher produziert: Burger King, McDonald's oder Kochlöffel - bei welchem Fastfood-Riesen sind die Pommes schön kross, der Burger saftig und der Salat knackig?

Um es gleich vorweg zu sagen: Bedenken, dass in dem Burger Pferd statt Rind steckt, muss offenbar keiner haben. Die Laboranalyse war einwandfrei, auch anderes Fleisch wie etwa von Schwein oder Esel war nicht unter die Buletten gemengt.

Für ihren Test untersuchten die Prüfer Fastfood-Menüs der drei Ketten. Die Mahlzeit bestand aus einem Burger, Pommes mit Ketchup, einem gemischten Salat mit Balsamico-Dressing und einer Cola. Testsieger war McDonald's: Mit der Note "befriedigend" (2,9) hatte der Konzern allerdings nur knapp die Nase vorn. Den besten Geschmack attestierten die Tester zwar dem Menü von Burger King, doch dafür stecken da auch mehr Schadstoffe drin als bei der Konkurrenz. Insgesamt reichte es daher nur für den zweiten Platz (Gesamturteil "befriedigend, Note 3,1). Auf Platz drei landete Kochlöffel mit der Gesamtnote 3,2.

Die Ergebnisse im Detail

Der Burger "Sehr gut" und kräftig nach Rindfleisch schmeckt der Whopper von Burger King. Doch was dem Geschmack zuträglich ist - das Grillen über der offenen Flamme - zählt negativ auf die Schadstoffbilanz. Die Tester fanden 3-Monochlorpropandiol, einen Stoff, der in größeren Mengen im Tierversuch krebserregend ist. Allerdings sei der Gehalt im Whopper so gering, dass keine Gesundheitsgefahr davon ausgehe, beruhigt Warentest. Keine Schadstoffe und sensorisch immerhin noch "gut" schnitten die Burger der beiden anderen Fastfood-Ketten ab.

Die Pommes

Die Fritten von McDonald's schmecken den Testern zufolge kräftig nach Kartoffeln. An Kruste und Mundgefühl gab's allerdings etwas zu bemängeln: zu wenig knusprig und leicht feucht, so der sensorische Eindruck. McDonald's und Burger King wechseln das Fett rechtzeitig, bei Kochlöffel hätte es frischer sein können, kritisiert Warentest. Auch die Fettzusammensetzung sei besser: McDonald setzt auf eine Mischung aus Sonnenblumen- und Rapsöl, die beiden anderen Fastfood-Anbieter verwenden auch das der Gesundheit weniger zuträgliche Palmfett. Acrylamid wiesen alle Pommes auf. Der Schadstoff, der im Verdacht steht, erbgutschädigend und krebserregend zu sein, entsteht beim Frittieren. Ganz vermeiden lasse er sich in der Nahrung nicht, räumt Warentest ein. Doch die Pommes von Kochlöffel überschritten den für Lebensmittel festgelegten Richtwert deutlich.

Der Salat Bei McDonald's war der Salat klein, einige Zutaten leicht trocken und das Dressing schmeckte vorwiegend nach Essig, schreiben die Tester. Drei Cocktailtomaten, drei Gurkenscheiben und ein Esslöffel Mais kommen bei Burger King als Garnitur zum Blattsalat. Frisch war dieses ausgewählte Arrangement zwar, genauso wie bei Kochlöffel. Bei letzterem sei der Salat allerdings mit einer Sahne-Dill-Soße und marinierten Weißkohlstreifen als Beilage fast schon zu üppig, kritisieren die Tester.

Fazit

Zu kalorienreich, zu salzig und zu fettreich - so präsentierten sich alle Fastfood-Menüs. Gesund geht anders. Am wenigsten Kalorien und Fett hatte das Menü von McDonald's. Das lag allerdings schlichtweg daran, dass der Fastfood-Riese kleinere Portionen serviere als die Konkurrenz, schreibt Warentest.

lea

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