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Fallbericht aus Nordirland: Frau schluckt Schmerzmittel mit Verpackung - Lebensgefahr

Eine Frau aus Nordirland leidet unter rätselhaften Schmerzen und glaubt, einen Fremdkörper in ihrem Hals zu haben. Die Ärzte untersuchen sie und schicken sie wieder nach Hause - zunächst. 17 Tage später machen sie jedoch eine beunruhigende Entdeckung. 

Eine Schmerzmittelverpackung steckt in der Speiseröhre fest

Die Ärzte untersuchten die Speiseröhre mithilfe einer Kamera und entdeckten schließlich die Medikamentenverpackung

Das Gefühl, einen Kloß im Hals zu haben, ist einer der häufigsten Gründe, weshalb Menschen zu einem HNO-Arzt gehen. Meist steckt hinter den Beschwerden nichts Ernstes, die Symptome verschwinden in der Regel von selbst. Anders bei einer Frau aus dem nordirischen Portadown. Die Mitvierzigerin hatte zusätzlich zu dem Fremdkörpergefühl starke Schmerzen. Außerdem plagten sie Schluckbeschwerden. 

Die Frau ging ins Krankenhaus und schilderte den Ärzten ihre Symptome. Sie erklärte ihnen, dass sie Schmerztabletten nahm. Und dass die Symptome in der Nacht auftraten - kurz nachdem sie die Schmerzmittel eingenommen hatte. Die Ärzte untersuchten die Frau, prüften, ob sie trinken konnte, und röntgten ihren Brustraum. Da alle Untersuchungen unauffällig waren, stellten sie eine Vermutung auf: Die Frau hatte sich beim Schlucken der Tabletten offenbar einen Teil ihrer Speiseröhre aufgeschürft. Sie rieten ihr, nach Hause zu gehen und sich in zwei Tagen noch einmal zu melden, sollten sich die Schmerzen nicht von selbst bessern.

Was die Ärzte zu diesem Zeitpunkt noch nicht ahnten: Tatsächlich hatten die Beschwerden mit den Schmerzmitteln zu tun. Allerdings anders als sie dachten. Die Frau hatte nachts nicht nur die Tablette geschluckt - sondern die Verpackung gleich mit.

Erst nach 17 Tagen und weiteren, erfolglosen Untersuchungen entschlossen sich die Mediziner die Speiseröhre mithilfe eines Endoskops zu untersuchen. Dabei entdeckten sie die Medikamentenverpackung, die im oberen Abschnitt der Speiseröhre steckte und entfernten sie. Über den kuriosen Fall berichten sie im Fachblatt "BMJ Case Reports". 

"Ich hatte keine Ahnung"

Wie die Ärzte betonen, hatte die Frau in diesem Fall großes Glück. Gegenstände, die in der Speiseröhre feststecken, können sich demnach schnell zu Notfällen entwickeln. Es sei möglich, dass scharfkantige Gegenstände die Speiseröhre durchbohren und zu bakteriellen Infektionen oder Blutvergiftungen führen. 

Deshalb sei es wichtig, Patienten genau zu befragen, was sie verschluckt haben könnten und bei der Spurensuche  bildgebende Verfahren wie ein CT einzubeziehen, raten die Mediziner. Auf diese Weise könnte auch das Risiko gesenkt werden, kleinere Gegenstände wie Fischgräten zu übersehen. 

"Ich hatte keine Ahnung, dass ich das geschluckt hatte", wird die Patientin in dem Artikel zitiert. "Diese drei Wochen waren sehr beängstigend und ich konnte es kaum glauben als ich das Foto sah."

Quelle: BMJ Case Reports

Gesunde Fingernägel
ikr

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.